18. Jh. – Robinsonaden an bewohnten und unbewohnten Gestaden

Der Hafen von Ponza

Der Hafen von Ponza

Was hier angeboten wird, ist wider Erwarten weder Überlebenskurs noch Pfahlbauerseminar, weder Aussteige- noch Naturfreundewoche, sondern eine philosophische Einführung in eine aus der Kraft der Vernunft geschaffene menschliche Gemeinschaft. Anhand der von den Bourbonenkönigen Neapels minuziös geförderten Besiedelung des klimatisch milden und landschaftlich reizvollen pontinischen Archipels nördlich von Ischia möchten wir an die Basis unseres modernen Vernunftstaates zurücksteigen und uns mit den Erfahrungen begeisteter “Aufklärer” beschäftigen. Wie war das damals, als alles herrlich, vernünftig, machbar und für den Menschen eingerichtet schien? Als der absolute Fürst zum Landesvater und Volkserzieher und der Mensch zum unbeschriebenen Blatt wurde? Als Rousseau die Natur zum wesentlichen Lehrmeister erklärte und Leibniz’ Monaden sich unfehlbar auf dem Weg zu Licht, Klarheit und Vollkommenheit befanden? Als man Klarheit, Sauberkeit und Abschaffung von Folter und Todesstrafe forderte? Diesen und anderen Fragen gehen wir in Lektionen, Lektüre und Gesprächen auf Streifzügen durch die Inseln, auf Bootsfahrten, an Aussichtsplätzen und in malerischen Buchten nach.
Die Schwerpunkte des Kurses liegen auf den konkreten Lebensbedingungen der Inselbewohner im 18. Jh. und auf den aufklärerischen Initiativen der ersten Bourbonen Süditaliens allgemein.

Dauer: Eine Woche
Ort: Insel Ponza (Latium)
Unterkunft: In einfachen Appartements
Reise: Individuell. Anreise bis Formia, Rückreise ab Formia.
Preis: