Archiv der Kategorie: 2017 fest ausgeschrieben

Von Rom nach Minturno auf antiken und mittelalterlichen Spuren

Drei- bis vierstündige Wanderungen auf der Frankenstrasse (Via Appia), der bedeutendsten Pilger- und Politachse des Mittelalters, Richtung Jerusalem. Individuelle Verkürzungen (mit entsprechendem Preisnachlass) sind möglich!

Dieses Jahr auch fest ausgeschrieben! Siehe KALENDER 2017

Terracina, Giove Anxur-Tempel

Terracina, Giove Anxur-Tempel

Nun wenden wir gar Rom den Rücken zu, wollen sehen, was aus der einstigen Schnellstrasse Rom – Brindisi und damit der Direktverbindung zum Osten des Reiches nach Jahrhunderten zähen Weiterlebens, Vernachlässigung und Wiederentdeckung geworden ist. Sicher ist, dass das ganze Mittelalter über immer wieder Pilger und Kreuzfahrer Rom nur als Zwischenziel nahmen und – ihr Sinnen auf das Heilige Land ausrichtend – in Rom die Via Appia gen Süden einschlugen. So wollen auch wir die Stadt auf dieser antiken Fernstrasse verlassen und – mittlerweile durch Parkanlagen – die Albaner Berge mit ihren neckischen Vulkanseen und ansehnlichen antiken und mittelalterlichen Zeugnissen erreichen. Wir folgen der Via Appia, bis sie sich in der Pontinischen Ebene unter dem Asphalt der heutigen Staatsstrasse verliert, steigen dann hoch ins archaische Cori , nehmen die Via Piedimontana, den mittelalterlichen Nachfolger der Via Appia, ins malerische Ninfa mit seiner bezaubernden Gartenanlage der Familie Caetani und nächtigen im mittelalterlichen Sermoneta. Über Sezze, die Zisterzienserabtei von Fossanova, die Bergstadt Sonnino und rätselhafte Felsenlabyrinthe gelangen wir nach Terracina, stossen dann auf einem spektakulären Strassenstück in die Ebene von Fondi vor und entscheiden, nachdem wir auf der Via Appia die Olivenstadt Itri erreicht haben, ob wir zu guter Letzt der Tour die Krone aufsetzen und die tollkühne Via Flacca von Sperlonga nach Gaeta einschlagen wollen. Eigentlicher Ausklang der Reise bildet der Besuch des rückwärtsgewandten, aber immer überraschenden Gaeta, die römischen Villenreste zwischen den Klippen von Gianola und die Strandwanderung nach Minturno mit Besichtigung der antiken Stadt.

Atemberaubender Blick aufs Meer von der Via Flacca

Atemberaubender Blick aufs Meer von der Via Flacca

Auf dieser eher leichten, drei bis vierstündigen Wanderung, die individuell problemlos verkürzt werden kann, stehen die Zeugnisse aus der Antike im Mittelpunkt. Darüberhinaus soll aber auch den Kreuzrittern nachgespürt und das zeitgenössische Verhältnis zur Gewalt beleuchtet werden.

Datum: 29. Oktober – 12. November 2017
Ort:
 Rom (2N), Albanersee (2N), Cori , Sermoneta (2N), Fossanova, Terracina, Monte San Biagio, Sperlonga (2N), Gaeta (Maranola, 2N)
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels
Reise: Individuell. Anreise bis Rom, Rückreise ab Formia.
Preis: Fr. 2390.- (2490.- / 2290.-)

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Auf der Frankenstrasse (Via Cassia) von Bolsena (Orvieto) nach Rom

Leichte Wanderungen auf der bedeutendsten Pilger- und Politachse des Mittelalters. Individuelle Verkürzungen (mit entsprechendem Preisnachlass) sind möglich!

Die Via Cassia bei Montefiascone

Die Via Cassia bei Montefiascone

Unser Weg von Orvieto nach Rom – mal besterhaltener und wahrlich abwechslungsreicher Abschnitt der Via Cassia antica, mal modische Alternativroute der Frankenstrasse – führt uns am grössten Vulkansee Europas entlang durch heisse Quellen, die Gräben in die Römerstrasse fressen, in die mittelalterliche Magnetstadt Viterbo mit Papstresidenz und malerischen Winkeln, führt weiter durch die gefürchteten Ciminischen Wälder zum Mummelsee des Latiums, dem Lago di Vico, durch herrschaftliche Parkanlagen an mächtigen Grabruinen vorbei, durch Haselhaindickichte, liebliche, fruchtreiche Täler ins Felsenstädtchen Sutri mit seiner Kathedrale, dem Treffpunkt von Kaisern und Päpsten vor der Krönung im nahen Rom, und bietet neu den Einstieg in der Domstadt Orvieto mit ihren verschlungenen Wegen durch wieder zum Leben erweckte Unterwelten,  die Wasserfälle des Monte Gelato, das Plateau der einst mächtigen Etruskerstadt Veio und schliesslich den plötzlichen Einzug in Rom durch die Hintertüre. Dabei wollen wir uns über verschiedene Dimensionen des Pilgerns und Reisens unterhalten, der jahrhundertelangen Romfaszination und der Bedeutung des Reliquienkults nachspüren und uns an vielen kleinen Geschichten rund um diese bedeutende Route erfreuen.
Wegen der Reichhaltigkeit von Seen und Quellen eignet sich unsere Wanderung ganz im Sinne berühmter Renaissancepilger auch als Bade- und Purifikationsreise. Der unerhörte Reichtum an Kunst- und Kulturgütern längs der Strasse regt zu Besichtigungen an und verkürzt unsere tägliche Wanderzeit (2-4 Std.). Unser Gepäck wird transportiert, individuelle Ruhepausen sind jederzeit möglich und Badegelegenheiten häufig.

 

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Die Lagune von Grado und ihr Hinterland

Kulturelle Schätze (Mosaike!) in einer vom Wasser geprägten Landschaft. Ohne Wanderungen.

A4-2Wir erkunden für einmal den nördlichsten Teil der einstigen Gross-Lagune Venetiens, entdecken per Schiff die faszinierende Wasserwelt der Lagune, zu Fuss die einstige Metropole Aquileia mit ihren spätantiken Mosaikschätzen, per Kleinbus den Hauptort der Langobarden Cividale. Dabei lernen wir eine Gegend kennen, die sowohl für die antike Geschichte wie für die italienische und insbesondere die venezianische von prägender Bedeutung war und zahlreiche Spuren hinterlassen hat, die schlichtweg als einzigartig bezeichnet werden können: Von den anschaulichen Zeugnissen des Lebens in einer antiken Grossstadt über die grössten frühchristlichen Mosaike der Welt zu verblüffenden langobardischen, fränkischen und seltenen salischen Kunstwerken.

Wir übernachten am Meer in Grado in einem freundlichen Familienbetrieb, Wanderfähigkeiten sind keine Voraussetzung, der Kursrhythmus ist gemächlich, dem Leben am Wasser angepasst.

Ort: Grado (Provincia di Gorizia, Friaul)
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotel
Reise: Individuell bis Aquileia. Rückfahrt ab Aquileia.
Preis: CHF 1575.- (1675.- / 1475.-)

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