Archiv der Kategorie: Frühchristentum

Abschnitt 3 – Reisen und Pilgern durch die Jahrhunderte

Unterwegs vom Latium nach Umbrien, starten wir am sauberen Bolsenasee vulkanischen Ursprungs und wandern ein Stück weit auf der Via Cassia  Richtung Orvieto, bevor wir im abbröckelnden, von der Umwelt nahezu abgeschnittenen Tuffsteinhorst Civita di Bagnoregio dem Kirchenvater und Franziskusschüler Bonaventura begegnen, der ausgerechnet als Umweltspezialist auftritt und uns auch über die tiefere Bedeutung der Gemeinschaft Auskunft geben möchte.  Dann geraten wir in die bizarrsten Erosionsgebiete und verlieren Halt und Orientierung, bis uns das Tuffplateau von Civitella d’Agliano als Rettungsanker erscheint.

Jenseits des Tibers wechselt die Landschaft, wir stossen auf mittelalterlich geprägte Burgorte mit antikem poligonalem Mauerwerk, auf romanische Kirchenjuwele und auf die Römerstrassen Amerina und Flaminia, die Rom mit dem Norden verbanden. In Spoleto betreten wir die einstige Residenzstadt langobardischer Herzöge und die Trasse einer ausgedienten Eisenbahn, die uns über Viadukte und durch Tunnel in das grüne Tal der Nera bringt. Schliesslich führt uns der Weg – inzwischen eine alternative Pilgerroute ohne Santiago-Assoziationen und abgewetzte Strassen – ins weite Hochland zwischen den Monti Sibillini und dem Terminillo-Massiv, wo einst die päpstlichen Schafe weideten und sich auf den Weg in die Maremma machten. Hier oben in urtümlicher Bergwelt, wo sich östliche Mönche zurückzogen und Rita von Cascia mit dem Unmöglichem rang,  treffen wir auf die Via Benedettina, den Benediktweg, der von Norcia über Subiaco nach Montecassino führt und den wir von nun an einschlagen (siehe Abschnitt 4).

Datum: 26. September – 7. Oktober 2020
Ort:  Bolsena, Bagnoregio, Civitella d’Agliano, Lugnano, Amelia, Montecastrilli, Acquasparta, Spoleto (2N), Scheggino, Monteleone di Spoleto
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels
Reise: Individuell. Anreise bis Orvieto, Rückreise ab Spoleto.
Preis: 1950.- (2050.- / 1850.-) bei 11 Nächten

Wer uns nur auf einer Teilstrecke begleiten kann, der möge sich wegen der An- und Abfahrt und des Preises mit uns in Verbindung setzen.

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Die Albanerberge im Hinterland von Rom

Pulsierende Stadt und idyllische Kraterlandschaft in einem. Leichte Wanderungen nach Absprache. Bezaubernde Unterkunft am Albanersee.

img_4433Wir durchstreifen die geheimnisvollen Ruinen des einstigen Tusculum, erwecken die Conti di Tuscolo mit ihren sieben Päpsten wieder zum Leben, entdecken römische Megazisternen und sonstige Unterwelten, versteckte
Aquaedukte der berühmten römischen Wasserleitungen, Katakomben mit intakten Gräbern und voller Fresken und ein Museum für verschwundene Schiffe. In Grottaferrata stossen wir auf das einzige italienische Kloster, das seit tausend Jahren von griechischen Mönchen geführt wird, in Frascati auf pompöse Villen und weissen Wein, in Nemi auf Erdbeeren und den Mummelsee Roms. Anlässlich unseres Abstechers nach Palestrina kommen wir in den Genuss des weltberühmten römischen Nilmosaiks.
In diesem kulturellen Feuerwerk liegt der Schwerpunkt auf der Antike, von der wir einzigartige  Zeugnisse (!) zu Gesicht bekommen. Unsere Unterkunft in einer Villa am Albanersee kann sich zwar nicht mit den kaiserlichen Residenzen der Umgebung messen, lädt aber dank seiner aussergewöhnlichen Lage, den blumigen Terrassen und schattenspendenden Lauben zum Verweilen und zum Bade.
Der Kurs setzt keine eigentlichen Wanderleistungen voraus, er gleicht diesbezüglich eher einer Romwoche.  Wer aber gerne wandert, kann dies einbringen und wird nicht zu kurz kommen.

Datum:
Ort
: Albanersee (Rom)

Unterkunft: Villa am See
Reise: Individuell. Anreise bis Albano, Abreise ab Albano
Preis:

 

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Rom in frühchristlicher Zeit

Auf diesem faszinierenden Streifzug durch die ersten sieben Jahrhunderte christlicher Präsenz in Rom rekonstruieren wir das heidnische Rom der Kaiserzeit, in dem die erste christliche Gemeinschaft entstanden ist, untersuchen die Strukturen der frühchristlichen Kirche und die Übergangszeit vom Heiden- zum Christentum, gehen der christlichen Bau- und Kunstgeschichte nach, fragen uns, wie es zum Papsttum in Rom und zu einem Rom-Anspruch kommen konnte, verfolgen im Einzelnen das Weiterleben der Antike in christlicher Zeit und die Einflüsse des Ostens (6.-8.Jh.) und schliessen unser Thema mit der weitgehenden politischen Selbständigkeit der römischen Kirche und der Ankunft der Franken (Karl der Grosse) im 8. Jahrhundert ab.
Höhepunkte des Kurses bilden die spannenden Entdeckungsreisen durch Roms Untergrund, eine Schifffahrt auf dem Tiber, die besinnlichen Betrachtungen frühchristlicher Mosaike und mehrere “Sesam öffne dich”-Erlebnisse vor gewöhnlich geschlossenen Gebäuden.

Dauer: Eine Woche
Ort: Rom
Unterkunft: In gepflegtem Pilgerhaus im Zentrum (Monti-Quartier)
Reise: Individuell. Anreise bis Rom, Rückreise ab Rom.
Preis: 

Rom – eine Reise durch die Jahrhunderte

Das Forum Romanum mit Vesta-Tempel und Curia

Das Forum Romanum mit Vesta-Tempel und Curia

Rom – ewige, rätselhafte Stadt, kulturelle Heimat zahlreicher Nationen. Stadt, Land, Metropole und Dorf, antik, mittelalterlich, barock und modern in einem. Pulsierende, omnipräsente Geschichte, Spiegel unserer selbst, Herausforderung und Ruhepol, Grösse und deren Infragestellung zugleich. Auf unserer Entdeckungsreise durch Rom entsteht jeden Tag eine neue Stadt. Wir tauchen ein in die Welt der Antike im Forum Romanum, auf dem Palatin und Kapitol, steigen in S. Clemente im wahrsten Sinn des Wortes durch die Zeiten, vom Barock durchs Mittelalter in die Antike, rekonstruieren das Leben der frühchristlichen Gemeinschaften und erleben mitten in der Stadt die grosszügigen städtebaulichen Konzeptionen der Renaissance und die verblüffenden Effekte des Barock. Abstand von der Stadt verschafft uns ein Tagesausflug nach Porto und Ostia Antica.

Anlässlich der Vorbesprechung in Bern können persönliche Wünsche eingebracht und auch Programmänderungen vorgenommen werden.

Ort: Rom
Unterkunft: In gepflegtem Pilgerhaus im Zentrum (Monti-Quartier)
Reise: Individuell. Anreise bis Rom, Rückreise ab Rom.
Preis:

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Auf der antiken Via Flaminia gen Rom

Eine Wanderwoche auf den Spuren von Heiden und ersten Christen

Der Monte Soratte winkt, Rom ist nahe!

Der Monte Soratte winkt, Rom ist nahe!

Längst vergessen ist die Faszination der grossen, völkerverbindenden Strasse, der “direttissima” Rom – Adria, ihr pulsierendes Leben («nichts ist abgenutzter als die Pflastersteine der Flaminia», Martial, 1. Jh.), der Inbegriff des Neuen, des Aufbruchs schlechthin, der Schmelztiegel verschiedenster Ideen und Einflüsse! Überwuchert, überbaut oder umfunktioniert ist ihre Trasse, mittelalterliche Burgorte haben die Talsiedlungen abgelöst, Grabbauten, Tempel und Zisternen sind zerfallen, christliche Kirchen und Taufsteine dominieren.

Wir wollen auf dieser Wanderung zwischen Südumbrien und Rom den Niedergang des weströmischen Reiches zusammen mit dem Aufstieg des Christentums genauer betrachten, das Leben der Spätantike aus der Perspektive der Endzeit, bzw. des Neuanfangs nachzeichnen.
Vorgesehen sind sechs Wandertage in hügligem Gelände (3-4 Std. tägliche Wanderzeit, Gepäck wird transportiert, Möglichkeit für individuelle Ruhepausen), in den Provinzen Perugia, Terni, Rieti, Viterbo und Rom, und zwei Tage Entdeckungen in Rom an der Schwelle zwischen Heidentum und Christentum.

Ort: Bevagna, Bastardo, Acquasparta, San Gemini, Narni (2N), Otricoli, Monte Soratte, Rom (2N)
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels, einmal im Kloster
Reise: Individuell. Anreise bis Foligno, Rückreise ab Rom.
Preis:

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Via Amerina – ein Kleinod unter den Römerstrassen

Drei- bis vierstündige Wanderungen vom umbrischen Todi bis vor die Tore Roms

????????????Lassen Sie sich mitnehmen auf eine Erlebnistour für Feinschmecker! Lassen Sie sich verzaubern von der römischen Strassenidylle mit gepflasterten Trassen in tiefster Einsamkeit und überwachsenen antiken Brücken. Entdecken Sie versteckte etruskisch-römische Gräberzonen, verwunschene, in Tuff gehauene Hohlwege und wild-romantische Ruinen. Darüberhinaus das alt-umbrische Amelia mit seinen poligonalen Mauern,  die monumentale Festungsanlage mit Aquaedukt von Nepi, die Zisterzienserabtei im verfallenen Falerii Novi und – neu – der Beginn im mächtigen, mittelalterlichen Stadtstaat Todi.  Und immer wieder: verblüffende Natur, Tuffsteinphantasien, urtümliche Ortskerne auf gräbenumzogenen Felsen: eine Märchenlandschaft pur!
Die drei- bis vierstündigen Wanderungen sind individuell abstufbar, mit Ausnahme der Abstiege und Aufstiege vor Gräben und erhöhten Burg- und Stadtanlagen ist das Terrain flach, Ihr Gepäck wird wie immer transportiert. Dennoch verlangt die Reise eine Portion Abenteuerlust und ein bisschen Spass an phantasievoller Improvisation. Unterkunft und Verpflegung gehören zu den besonderen Erlebnissen dieser Alternative zur Frankenstrasse!

Datum: 9 Tage
Ort: Todi (2N), Avigliano Umbro, Amelia, Orte (2N), Corchiano (2N), Nepi (2N), Lago di Martignano
Unterkunft: In gehobenem Hotel in Todi, in speziellen Agriturismo-Betrieben und in Nepi im Kloster
Reise: Individuell. Anfahrt bis Orte; Rückfahrt ab Rom.
Preis:

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