Archiv der Kategorie: 20. Jahrhundert

Kultur und Natur rund um den Comersee

Von der Römerstadt Como zu den Langobarden, von den Cluniazensern zum Stadtstaat Como, von den grossen Abenteurern und Kirchenfürsten des 16. Jahrhunderts zur Devotion des Monte Sacro, von der kleinen Welt des Dichters Fogazzaro zu den dramatischen Ereignissen der Schlussphase des zweiten Weltkrieges: Kulturelle Streifzüge voller Geschichten und Querverbindungen inmitten einer bezaubernden Natur, dazu ein Hotel am See.

Datum:
Ort
: Musso

Unterkunft: In gehobenem Mittelklassehotel
Reise: Gemeinsam ab Bern in Kleinbus, Rückreise individuell ab Chiasso.
Preis:

 

 

 

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Sommer in den abruzzesischen Bergen

Die Heimat Ignazio Silones,
Hochebenen und Blumenteppiche, ausgemalte Kirchen und verzauberte Maiensässsiedlungen. Der Kurs eignet sich auch für Wanderunlustige und Geheingeschränkte! Alle Arten von Wanderungen – so Besteigungen der umliegenden Gipfel (Velino, Sirente) – nach Absprache. Unterkunft in zwei  hochgelegenen Gemeinden des Apennins.

Abgeschiedene, mal wiederbelebte mal verlassene Bergdörfer, seltsam unwirkliche, manchmal tibetanisch wirkende Hochebenen, ödes, zerklüftetes Gebirge, vereinzelte Wölfe und Adler, Pferde-, Schaf- und Rinderherden, wortkarge Hirten, zerfurchte, misstrauische, schwarz gekleidete Frauen  auf den Türschwellen – nahezu zeitlose Bilder in einem zeitlosen Italien. Dazu der Dichter Ignazio Silone auf der Suche nach dem Wesentlichen und der persönlichen Berufung (wir werden Texte von ihm lesen), mittelalterliche Kosmologie in suggestiven Freskenzyklen, antike Zivilisation und mächtige Burgen längs der Via Valeria.

Die Wanderungen werden so individuell wie möglich der Lust und Leistungsfähigkeit der Teilnehmenden angepasst. Einige Romane Ignazio Silones wie „Fontamara“, „Wein und Brot“, „der Same unter dem Schnee“ und „das Abenteuer eines armen Christen“ spielen in der näheren und weiteren Umgebung.

Datum:
Ort
: Ovindoli (AQ), Pescocostanzo (AQ)

Unterkunft: Berghotel, Stadtpalast
Reise: Individuell. An- und Abreiseort: Celano
Preis:

 

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Auf den Spuren Carlo Levis in der Basilicata

Eine Wanderreise durch eine vielschichtige Region

Während Christus nur bis Eboli (Campania) kam, landete der Turiner Arzt und Maler Carlo Levi in der Abgeschiedenheit der zerfressenen Hügelzüge der Basilicata. Sein autobiographischer Roman über die Zeit seiner Verbannung unter den Faschisten Mussolinis soll uns Einstieg in die wenig bekannte italienische Region und Auslöser für eine Beschäftigung mit den Problemen Süditaliens sein. So gehen wir den Fragen nach, wie es zu dem jahrelangen Brigantentum kommen konnte und warum die „questione del sud“ noch heute aktuell ist. Nebenbei werfen wir einen Blick auf die östliche Mönchskultur der Basilianer, die Apulien und die Basilicata über Jahrhunderte mit ihrer Höhlenkultur prägten. Unsere Reise mit vielen variablen Wandermöglichkeiten beginnt in der einstigen Normannenhochburg Melfi, wendet sich sogleich dem mächtig aufragenden Monte Vulture zu mit seinen dunklen Vulkanseen und den Zeugnissen benediktinischer Präsenz und folgt dann der Berglandschaft des Grenzgebiets zu Campanien vom Adlerhorst San Fele ins Bergstädtchen Muro Lucano. Weiter geht es nach Castelmezzano in die Zone der ausgefransten Berge und der tollkühnen Engelsflüge. Die Einheimischen nennen sie ihre Dolomiten.

Ausflüge bringen uns in die weite Erosionslandschaft der südlichen Basilicata, wo auch Carlo Levis Exilorte Grassano und vor allem Aliano zu finden sind. Höhepunkt und Abschluss unserer Entdeckungen bilden die Felsenhöhlengebiete rund um die  Kulturhauptstadt Europas 2019 Matera, in deren Höhlenmäandern wir viermal und gar nicht mal unbequem nächtigen. Von Matera aus erreichen wir Felsenkirchen, Geisterstädte und das einst griechisch geprägte Ionische Meer.

Je besser man zu Fuss ist, desto intensiver wird die Begegnung mit der Landschaft. Dennoch eignet sich die Reise auch für weniger Marschtüchtige, da die Wanderungen individuell gestaltbar sind.

Empfohlene Lektüre: Carlo Levi, Christus kam nur bis Eboli

Datum: 3. bis 16. Mai 2020
Ort
: Melfi, Lago di Monticchio, Muro Lucano, Castelmezzano (4N), Stigliano (2N), Matera (4N)

Unterkunft: In Mittelklassehotels und Appartements
Reise: Individuell. Anreise bis Foggia, Abreise ab Bari
Preis: 2250.- (2350.- / 2150.-)

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Von den Herren von Montefeltro zu Benito Mussolini

Aspekte autokratischer Macht in Renaissance und Neuzeit – eine Wanderung von Urbino nach Forlì

100_4601In Urbino und in zwei weitgehend unbekannten Sonnenstädten begegnen wir den Renaissance-Fürsten Federico von Montefeltro und Cosimo de’ Medici und versuchen deren Herrschaftsausübung auf die Spur zu kommen. Ferner ist ein Blick auf die Bedeutung des Widerstandsrechts im 16. Jh. vorgesehen. Im romagnolischen Apennin (Seggio, Predappio) treffen wir auf auf einen Ferien-, dann auf den Geburtsort Mussolinis. Dies gibt uns Gelegenheit, Blicke auf seine Kindheit und auf einige Aspekte des faschistischen Totalitarismus zu werfen.
Der Kurs versteht sich als Erstbegegnung mit einer neuen Thematik, ist deshalb noch Experimentierfeld und kann weder abgerundete Erkenntnisse noch wohl begründete Thesen liefern.
Die 12 – 14tägige Wanderung (nach Absprache) durch die nördlichen Marken und das Bergland der Romagna bietet Einblicke in faszinierende Landschaften, Übernachtungen an romantischen Orten, architektonische Höhepunkte, kulinarische Leckerbissen und Wege voller Abwechslungen. Die durchschnittliche Tageswanderleistung von 4-5 Stunden kann individuell verkürzt werden, das Gepäck wird – wie immer – transportiert und ein Kleinbus steht zur Verfügung. Ganz besonders sei diese Tour den Sonnenstaat-Wanderern (Sansepolcro-San Marino) – als eine Art Fortsetzung – ans Herz gelegt.

Dauer: Zwei Wochen
Ort: Urbino (2N), Peglio, Frontino, Pietrarubbia, Pennabilli, S. Agata Feltria, Sarsina, S. Sofia, Seggio, Predappio, Castrocaro Terme (2N)
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels und Agriturismo-Betrieben
Reise: Individuell. Anreise bis Pesaro, Rückreise ab Forlì.
Preis: