Archiv der Kategorie: Heilige

Assisi: Franziskus, die Fresken Giottos, umbrische Kochtöpfe und Olivenhaine

Leichte Wanderungen in und um Assisi.

S.Francesco-Kirche, Assisi

S.Francesco-Kirche, Assisi

Wir wandern oder spazieren auf den Spuren des Poverello, dessen radikale Schritte unsere Weltsicht noch heute umzukrempeln vermögen, wir versenken uns in die Fresken eines weltberühmten Kirchenbaus und lassen belastete oder verstaubt wirkenden Bilder aus der Bibel zu neuem Leben finden, wir kochen unter sympathischer Anleitung umbrische Gerichte auf Olivenölbasis, und wir durchstreifen Olivenhaine, Rebgüter, Buschwälder, aber auch Assisi und andere ummauerte Städtchen. Wir wohnen und verpflegen uns in einer von Olivenbäumen umgebenen Villa aus dem 17. Jahrhundert.  

Das genaue Programm mit der Bestimmung von Schwerpunkten wird während der Einführungsveranstaltung in Linden festgelegt.

Datum:
Ort:
Assisi
Unterkunft: In herrschaftlicher Villa
Reise: Individuell. Anreise bis Assisi, Rückreise ab Assisi.
Preis:

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Auf der Frankenstrasse von Pavia nach Berceto (Cisa-Pass)

Eine vier- bis fünfstündige Wanderung durch den emilianischen Apennin

Die langobardische Haupt- und italienische Krönungsstadt Pavia ist erstmals Beginn unserer Wanderungen auf der Frankenstrasse. Sie führt uns auf den Spuren des irischen Mönchtums nach Bobbio, wo der grosse Kolumban ein Kloster gegründet und seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Wer war dieser Mann? Unterwegs – entsprechend dem tiefsten menschlichen Wesen – und doch Klostergründer, der Natur landabringender Kulturarbeiter und Förderer des gemeinschaftlichen Gebetes wie die Benediktiner, aber auch Asket und Einsiedler wie die Wüstenmönche, gar Missionar und Lehrer wie die Priester der Weltkirche: Bischof, Abt und Menschenbildner in einem! Auf Bobbio folgen die charakteristischen Apenninenorte Bardi und Borgo Val di Taro, die durchwanderte Landschaft bietet von Flussidylle am Zusammenfluss von Ticino und Po, über die Weinberge des Oltrepo Pavese bis zum Weideland der Bergebiete und den ausgedehnten Waldgebieten der Apenninenkämme ein weites Spektrum. Wir lernen ein Italien kennen, das ohne Touristenströme seine einstige Einfachheit und unverfälschte Herzlichkeit weitgehend bewahrt, und fühlen uns immer wieder in die eigene Vergangenheit zurückversetzt. Entsprechend sind die Unterkünfte eher schlicht und die Abendessen reich an örtlichen Spezialitäten.

Ort: Pavia, Colombarone, Pometo, Bobbio, Coli, Nicelli, Groppello, Bardi, Osacca, Borgo Val di Taro, Berceto
Unterkunft: In B&B- und Agriturismobetrieben und in einfachen Mittelklasse-Hotels
Reise: Individuell bis Pavia und ab Berceto
Preis:

Neu- und Wiedergeburt zu Beginn der Neuzeit

Eine Wanderung vom Trasimeno- zum Bolsenasee

Diese eher leichte (täglich 3-5stündige) Wanderung führt uns zu den beiden grössten Seen des italienischen Stiefels und steht ganz im Zeichen des Wassers. In einem Land, das für seine Gewässerverschmutzung berüchtigt ist, trinken wir Quellwasser, essen wir frischen Seefisch, fahren wir Boot und übernachten am See, und wer Lust hat, badet in See- oder Heilwasser. Angesichts soviel Wassers wird das Weinwunder nicht auf sich warten lassen, womit nicht nur gesagt sei, dass wir speziell die einheimische Küche (und die zum Teil aussergewöhnlichen Unterkünfte) geniessen werden, sondern dass auch die geistige Dimension nicht zu kurz kommen soll: So folgen wir im wahrsten Sinne des Wortes den Spuren des Franziskus und des Piccolomini-Papstes Pius II. auf der Suche, was unter Neu-, was unter Wiedergeburt historisch und allgemein menschlich zu verstehen ist.

Wie immer wird unser Gepäck befördert und individuelle Ruhepausen sind jederzeit möglich.

Dauer: Eine Woche
Ort: Isola Maggiore (2N), Lago di Chiusi, Sarteano, San Casciano dei Bagni, Acquapendente, Bolsena
Unterkunft: In guten Mittelklasse-Hotels (eine Ausnahme)
Reise: Individuell. Anreise bis Passignano, Rückreise ab Orvieto.
Preis: 

Von Franziskus zu Piero della Francesca

Ausflüge im oberen Tibertal, an einer Wiege zur Neuzeit

Wer kennt sie schon, die gemütliche Heimatstadt Piero della Francescas, Sansepolcro, die Renaissanceschätze Città di Castellos, die abgelegenen franziskanischen Einsiedeleien mit ihren weiten Ausblicken, die der Sonne geweihte Stadtgründung der Medici auf einem Felsplateau, die Minirepublik Cospaia und die bizarren Mondalpen?

Der Kurs möchte anhand von Besichtigungen, Begegnungen und kleineren Wanderungen Einblick in die versteckten Schönheiten, in die Merkwürdigkeiten einer wenig bekannten, aber kulturell bedeutsamen Gegend verschaffen. Insbesondere setzen wir uns mit der Kultur der Renaissance auseinander wie sie sich mit Franz von Assisi sachte andeutet und mit Piero della Francesca ihren ersten grossen Höhepunkt erreicht.

Dauer: Eine Woche
Ort: San Secondo (Città di Castello)
Unterkunft: Ferienzentrum La Dogana Vecchia
Reise: Individuell. Anreise bis Arezzo, Rückreise ab Arezzo.
Preis: 

Auf Pilgerpfaden in Südumbrien

Eine Annäherung an das Phänomen der grossen Aufbrüche

Lassen Sie für einmal Santiago de Compostela mit seinen Pilgerströmen und abgewetzten Strassen rechts oder besser links liegen, tauchen Sie ein in ein Umbrien ohne Franz und Benedikt, und wählen Sie den Aussenseiter aller Aussenseiter, einen Pilgerweg zu Rita von Cascia, einer einfachen Frau aus dem 15. Jahrhundert, die sich mit dem Unmöglichen misst.

In dieser Bergwanderwoche zu einem modernen Heiligtum einer mittelalterlichen Heiligen soll das Pilgern selbst zum Thema werden: Was bleibt hinter religiöser Massenbewegung, zwanghafter Modeerscheinung, irrationalem Ausbrechen, tiefer Sehnsucht und persönlichem Aufbruch für uns wegweisend? Und was lehrt uns die Geschichte der grossen Pilgerzüge?

Die 4-6stündigen Wanderungen (Gepäcktransport ist organisiert, Kleinbus steht zur Verfügung) in einer an Höhepunkten reichen, kulturell faszinierenden Landschaft schliessen Stadt- und Kirchenbesichtigungen mit ein (San Gemini, Spoleto, Cascia).

Dauer: Eine Woche
Ort:  San Gemini, Acquasparta, Spoleto (2N), Scheggino, Poggiodomo, Cascia
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels und einmal in Naturfreunde-Zentrum
Reise: Individuell. Anreise bis Perugia-Ponte S. Giovanni, Rückreise ab Spoleto.
Preis

Vom Einsiedler zum Engelspapst, vom Heiligen Geist und der Mär von der Endzeit

Eine Wanderung durch die abruzzesischen Hochtäler

Wir folgen den Spuren eines abruzzesischen Bauernsohnes, der in einer Zeit grosser Umwälzungen überraschend Papst wird. Kann er den hochgeschraubten Erwartungen gerecht werden? Die Kirche zur evangelischen Einfachheit zurückführen, mutig den Triumph des Heiligen Geistes und das nahe Weltende verkünden und dann zurücktreten? Oder lässt er sich von der Institution zerreiben, gar zum Spielball weltlicher Interessen machen? Hat die Stunde der Utopie und des Paradoxes geschlagen oder stehen wir vor den letzten Zuckungen einer vergangenen Zeit?

Die 4-6stündigen Tageswanderungen durch hügliges, gelegentlich bergiges Gebiet setzen eine gewisse Kondition voraus, sind aber individuell verkürzbar. Das Gepäck wird wie immer transportiert und individuelle Ruhetage sind jederzeit möglich. Den besonderen Reiz der Landschaft macht deren Vielgestaltigkeit aus: Aus lieblichen Hügeln steigen wir in fruchtbare, von den mächtigsten Erhebungen des Apennins eingerahmte Hochtäler, durchqueren dunkle Wälder, entdecken geheimnisvolle Klosteranlagen und in kargen, einsamen Schluchten Felsenkirchen und übernachten immer wieder in reizvollen Bergstädtchen.

Dauer: 10 Tage
Ort:  Castel di Sangro, Roccaraso, Pescocostanzo (2N), Campo di Giove, Passo S. Leonardo (2N), Caramanico (2N)
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels
Reise: Individuell. Anreise bis Cassino, Rückreise ab Sulmona.
Preis:

Weiter, immer weiter: die Peregrinatio als Zeichen permanenten Exils

Eine Wanderung auf den Fährten des irischen Mönchtums in Oberitalien

 Unterwegs – entsprechend dem tiefsten menschlichen Wesen, und doch Klostergründer, der Natur landabringende Kulturarbeiter und Förderer des gemeinschaftlichen Gebetes wie die Benediktiner, aber auch Asketen und Einsiedler wie die Wüstenmönche, gar Missionare und Lehrer wie die Priester der Weltkirche: Bischöfe, Äbte und Menschenbildner in einem!

Auf unserer Wanderung vom emilianischen Apenninenkloster Bobbio (Todesort des charismatischen Kolumban, Lehrmeister von Gallus, dem Gründer des Klosters St.Gallen) zum Mittelmeerkloster S. Fruttuoso bei Portofino in Ligurien versuchen wir dem Geheimnis dieses “totalen”, allumfassenden Christentums auf die Spur zu kommen, um Verborgenes im eigenen Menschsein wie auch im Dunkel der Geschichte zu entdecken.

Die bergige Wegstrecke bei 4-6 stündiger täglicher Wanderzeit setzt eine gewisse Kondition voraus, ist aber individuell verkürzbar. Die Tagesetappen werden durch Lektionen, Picknick und Besichtigungen mehrmals unterbrochen und Ihr Gepäck wird – wie immer – transportiert.

Dauer: 8-10 Tage
Ort: Bobbio, Corte Brugnatella, Ferriere, S. Stefano d’Aveto, Berzonasca, S. Colombano, Portofino
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels
Reise: Individuell. Anreise bis Piacenza, Rückreise ab Rapallo.
Preis: