Schlagwort-Archive: Abruzzen

Sommer in den abruzzesischen Bergen

Die Heimat Ignazio Silones,
Hochebenen und Blumenteppiche, ausgemalte Kirchen und verzauberte Maiensässsiedlungen. Der Kurs eignet sich auch für Wanderunlustige und Geheingeschränkte! Alle Arten von Wanderungen – so Besteigungen der umliegenden Gipfel (Velino, Sirente) – nach Absprache. Unterkunft in zwei  hochgelegenen Gemeinden des Apennins.

Abgeschiedene, mal wiederbelebte mal verlassene Bergdörfer, seltsam unwirkliche, manchmal tibetanisch wirkende Hochebenen, ödes, zerklüftetes Gebirge, vereinzelte Wölfe und Adler, Pferde-, Schaf- und Rinderherden, wortkarge Hirten, zerfurchte, misstrauische, schwarz gekleidete Frauen  auf den Türschwellen – nahezu zeitlose Bilder in einem zeitlosen Italien. Dazu der Dichter Ignazio Silone auf der Suche nach dem Wesentlichen und der persönlichen Berufung (wir werden Texte von ihm lesen), mittelalterliche Kosmologie in suggestiven Freskenzyklen, antike Zivilisation und mächtige Burgen längs der Via Valeria.

Die Wanderungen werden so individuell wie möglich der Lust und Leistungsfähigkeit der Teilnehmenden angepasst. Einige Romane Ignazio Silones wie „Fontamara“, „Wein und Brot“, „der Same unter dem Schnee“ und „das Abenteuer eines armen Christen“ spielen in der näheren und weiteren Umgebung.

Datum:
Ort
: Ovindoli (AQ), Pescocostanzo (AQ)

Unterkunft: Berghotel, Stadtpalast
Reise: Individuell. An- und Abreiseort: Celano
Preis:

 

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Vom Einsiedler zum Engelspapst, vom Heiligen Geist und der Mär von der Endzeit

Eine Wanderung durch die abruzzesischen Hochtäler

Wir folgen den Spuren eines abruzzesischen Bauernsohnes, der in einer Zeit grosser Umwälzungen überraschend Papst wird. Kann er den hochgeschraubten Erwartungen gerecht werden? Die Kirche zur evangelischen Einfachheit zurückführen, mutig den Triumph des Heiligen Geistes und das nahe Weltende verkünden und dann zurücktreten? Oder lässt er sich von der Institution zerreiben, gar zum Spielball weltlicher Interessen machen? Hat die Stunde der Utopie und des Paradoxes geschlagen oder stehen wir vor den letzten Zuckungen einer vergangenen Zeit?

Die 4-6stündigen Tageswanderungen durch hügliges, gelegentlich bergiges Gebiet setzen eine gewisse Kondition voraus, sind aber individuell verkürzbar. Das Gepäck wird wie immer transportiert und individuelle Ruhetage sind jederzeit möglich. Den besonderen Reiz der Landschaft macht deren Vielgestaltigkeit aus: Aus lieblichen Hügeln steigen wir in fruchtbare, von den mächtigsten Erhebungen des Apennins eingerahmte Hochtäler, durchqueren dunkle Wälder, entdecken geheimnisvolle Klosteranlagen und in kargen, einsamen Schluchten Felsenkirchen und übernachten immer wieder in reizvollen Bergstädtchen.

Dauer: 10 Tage
Ort:  Castel di Sangro, Roccaraso, Pescocostanzo (2N), Campo di Giove, Passo S. Leonardo (2N), Caramanico (2N)
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels
Reise: Individuell. Anreise bis Cassino, Rückreise ab Sulmona.
Preis:

Auf Schafspuren im einsamen Bergland der Abruzzen

Filzen, Wandern und Lesen im Zeichen der Transhumanz

Felsenkloster S.Bartolomeo

Felsenkloster S.Bartolomeo

Zwischen der Flüchtigkeit der Metamorphosen und der Suche nach Authentizität, zwischen freundschaftlicher Hingabe und Abkehr von der Welt versuchen wir unsere Position zu finden. Dazu trägt Violetta Amendola mit einem kleinen praktischen Filzkurs bei, der auf der Piazza eines verlassenen Bergortes stattfindet, dazu dient die Lektüre von Texten der (nahezu) einheimischen Dichter Ovid, Silone und Cicero, dazu lassen wir den Heiligen der Transhumanz Peter vom Morrone und ausnahmsweise auch keinen geringeren als Dante sprechen, dazu begeben wir uns in die mal karge, mal üppige Landschaft, erklimmen die Einsiedelei Peters,

Castrovalva, unser Wohn- und Filzort

Castrovalva, unser Wohn- und Filzort

blicken in glasklare Berggewässer, durchstreifen zerfallene Ortschaften, aber auch pulsierende Städte, dazu begegnen wir einheimischen Schäfern mit ihren Tieren, vernehmen wir Geschichten alter Sitten und Rituale, entdeckeln Geheimnisse der abruzzesischen Kochtöpfe und spüren einheimische Kräuter und Blumen auf.
Wir wohnen im nahezu ausgestorbenen Castrovalva ob Anversa in Privatwohnungen, werden von einer Bergbäuerin bekocht und sollten in der Lage sein, zwei bis drei Stunden zu Fuss auf felsigem Terrain zurückzulegen.

Dauer: Eine Woche
Ort: Castrovalva (ob Sulmona)
Unterkunft: In privaten Appartements
ReiseIndividuell. Anreise bis Sulmona, Rückreise ab Sulmona.
Preis:
 

Michael, die Engelschöre und die klaren Wasser der Monti della Laga

Eine entschärfte Bergwanderung von Ascoli nach L’Aquila

Den Engeln nahe... Monti della Laga

Den Engeln nahe… Monti della Laga

Vom Strom der Zeiten ausgesondert und vergessen, führt uns das Massiv der Monti della Laga – zwischen Sibyllinen und Gran Sasso – in fremde, seltsam geschichtslose, naturdominierte Gegenden. Zwischen tiefen Wäldern, geheimnisvollen Wasserfällen, riesigen Schafherden, verborgenen Schluchten mit unzähligen Höhlen und wenigen wortkargen Bewohnern, am Rande der grossen Transhumanz-Bewegung zwischen den Abruzzen und Apulien tasten wir nach der Gestalt des himmlischen Streiters und Seelenverteidigers Michael, der sich in Monte Sant’Angelo im apulischen Gargano ein erstes Mal zeigte und schon bald in den Abruzzen heimisch wurde. In der heidnisch-christlichen Übergangszeit tauchte er als eine archetypische Figur der Verwandlung, des Neuen, des Eigentlichen in Höhlen, bei Quellen und Bächen, in der Gesellschaft von Einsiedlern und Hirten auf. Und wenn wir schon mal bei einem Engel sind, fragen wir uns nach dessen himmlischer Umgebung, nach den Chören des rätselhaften Dionysius, die von den liebesfunkelnden Seraphim angeführt werden. Eingerahmt und einmal unterbrochen wird unsere weltferne Wanderung durch das malerische Ascoli, den mächtigen Burgort Civitella und die düstere Bergstadt L’Aquila. Da wir die Gipfel umgehen, das Gepäck transportiert wird und ein Kleinbus zur Verfügung steht, halten sich die Anforderungen im Rahmen. 4-5stündige Tagestouren und max. 700-800m Höhendifferenz sind zu erwarten.

Dauer: 11 Tage
Ort: Ascoli (2N), Civitella del Tronto, Macchia da Sole, Paranesi, Ceppo, Padula, Paladini, Campotosto (2N), L’Aquila
Unterkunft: In einfachen und Mittelklasse- Hotels, einmal in Berghaus
Reise: Individuell. Anreise bis S. Benedetto del Tronto. Rückreise ab Rom
Preis: 

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Auf den Spuren Ignazio Silones / II

Eine Gebirgswanderung rund um das Fucino -Becken

Für alle Vino e pane-Wanderer die ersehnte Fortsetzung! In einer faszinierenden Bergwanderung rund um den ehemaligen Fucinosee, die uns in so charakteristische Orte wie Tagliacozzo, Pescasseroli, Scanno und ins römische Alba Fucens führen wird, widmen wir uns der Lektüre von Ignazio Silones „Samen unter dem Schnee“, um die Spuren Pietro Spinas wiederaufzunehmen, seinen Durchbruch nachzuvollziehen und uns mit der Frage nach der Realisierbarkeit christlicher Radikalansätze auseinanderzusetzen. Weite Bergrücken mit spektakulärer  Rundsicht, enge Täler, düstere Dörfer mit zerfurchten, misstrauischen, schwarz gekleideten Alten auf den Türschwellen, Hochtäler voller Pferde- Schaf- und Rinderherden, wortkarge Hirten, vereinzelte Wölfe und Adler, aber auch idyllische Seen, lebhafte Städte und viel eigentümliche romanische Kunst geben Zeugnis einerervielfältigen, originellen, immer wieder überraschenden Gegend.

Unsere Wanderung (4-6 Std. tägliche Wanderzeit) beginnt und endet in Tagliacozzo und führt erneut nach Pescina, in den Heimatort Silones, in dem der abruzzesische Dichter nach seinem Tod 1978 in Genf auch begraben liegt. Unser Gepäck wird transportiert, individuelle Ruhepausen und Verkürzungen sind gelegentlich möglich.

Dauer: 13 Tage
Ort: Tagliacozzo, Castellafiume, Capistrello, Villavallelonga, Pescasseroli (2N), Scanno (2N), S. Sebastiano, Gioia dei Marsi, Celano, Massa d’Albe, Tagliacozzo
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels, einmal in einer Jugendherberge
Reise: Individuell. Anreise bis Tagliacozzo, Rückreise ab Tagliacozzo.
Preis:

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Auf den Spuren Ignazio Silones / I

Vom Nationalpark des Gran Sasso zum Sirente -Massiv

???????Diese nicht allzu anstrengende, auch individuell problemlos verkürzbare Wanderung durch zwei der schönsten Berggebiete Italiens ist für Körper und Seele ein einzigartiger Genuss. Von den Hügeln im Hinterland Pescaras steigen wir in eine andere, fremd anmutende Welt: weite, geschlossene Hochebenen, kontrolliert von unwirklich scheinenden Burganlagen, durchzogen von den einstigen Fernstrassen des Schaf- und Hirtenverkehrs, geschmückt durch malerische Felsennester mit romanischen Kirchenkleinodien, durch längst verlassene Festungsorte, durch pittoreske Sommersitze von Hirten und Bauern, gelegentlich eingerahmt von tiefen Eichenwäldern und hin und wieder bepflanzt mit Korn, Linsen und Krokus zur Safranherstellung: das ist das „kleine Tibet Italiens“.

Unser Schwerpunkt liegt auf Ignazio Silones Roman „Wein und Brot“, der in dieser Gegend spielt, und den wir zusammen lesen wollen. Damit begeben wir uns auf die Suche nach dem Wesentlichen und der persönlichen Berufung. Zum Abschluss besuchen wir in Pescina das Grab dieses abruzzesischen Dichters, der 1978 in Genf gestorben ist.
Wie immer wird unser Gepäck befördert und persönliche Ruhepausen sind häufig einstreubar. Ein Ruhetag ist in Rocca di Mezzo vorgesehen.

Dauer: 12 Tage
Ort: Penne, Farindola, Castel del Monte, Roccacalascio, Barisciano, Caporciano, Fontecchio, Rocca di Mezzo (2N), Ovindoli, Celano, Pescina
Unterkunft: In Hotels unterschiedlicher Klassen
Reise: Individuell. Anreise bis Pescara, Rückreise ab Rom.
Preis

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