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Abschnitt 4 – Franziskus und Benedikt oder die Grundlagen Europas

Auf der Via Benedettina von Norcia nach Montecassino  folgen wir zuerst dem eigenartigen, immer für eine Überraschung guten Bruder Franz, der im Mittelalter die Einheit der Kirche rettete und bis heute Menschen gleich welcher Konfession, ja Religion, erst zu fesseln und dann zu befreien vermag. Wer ist dieser Franziskus, dessen radikales Weniger unbeschreibliches Mehr, dessen weltumgreifender Gehorsam Freiheitsrausch, dessen kompromissloser Ausstieg begeisterter Einstieg wird?  Was ist das Wesentliche seiner Botschaft jenseits aller Instrumentalisierung, Verherrlichungen und aufbauenden Beschönigungen? Und nicht zuletzt: Wie lässt sich dieses Wesentliche in unsere Zeit, in unser Leben übertragen?

Nach dem „Heiligen Tal von Rieti“ mit seinen franziskanischen Klösterchen und dem geschärften Blick auf die Welt  öffnen wir uns mit Horaz und Benedikt für die Idee des Rückzuges. O Bandusiens Quell, glänzender als Kristall, würdig des süssesten Weines! Labende Kühlung dem ermatteten Wanderer, vom Eichbaum beschattete, geschwätzige Welle, von Horaz besungen und unsterblich gemacht! Wir durchschreiten Öl- und Weinberge und den Fundus Sabinus, das Landgut dieses römischen Dichters, und erspüren die Lebensqualität der idyllischen Sabiner Berge. Abseits städtischer Volksaufläufe, eingebettet im Rythmus der Natur, sich bescheiden und geniessen im kleinen Kreise der Vertrauten.
Die Berge Südumbriens und des Nordlatium sind aber auch die Heimat des eigentlichen Gründers des europäischen Mönchtums, Benedikt von Nursia (Norcia). In der Abgeschiedenheit des wilden Apennins, in Subiaco und Montecassino, wurden die Grundsteine eines christlichen Europas gelegt, auf die wir heute in den Tagen der Krise der Europäischen Gemeinschaft mit vermehrtem Interesse schauen können.
Wir werden uns unterwegs mit Benedikt, seiner Reform und der Übergangszeit zwischen dem Untergang des weströmischen Reiches und der hereinbrechenden Germanenstämme beschäftigen.

Die Länge der Teilnahme an diesem Abschnitt ist frei wählbar: Von einem Tag bis zu den gesamten 21 Tagen – wie Sie wünschen! Bei An- bzw. Abreiseorten ausserhalb Spoletos und Cassinos bitten wir Sie, sich mit uns in Verbindung zu setzen.

Datum: 6. – 27. Oktober 2020
Ort: Monteleone di Spoleto, Leonessa, Poggio Bustone, Rieti (2N), Rocca Sinibalda, Castel di Tora, Orvinio, Licenza, Mandela, Gerano, Subiaco (2N), Trevi nel Lazio, Vico nel Lazio, Alatri, Veroli, Casamari, Arpino, Roccasecca, Montecassino
Unterkunft: In Hotels verschiedener Klassen, in Agriturismo-Betrieben, in Klöstern und B&Bs
Reise: Individuell. Anfahrt bis Spoleto; Rückfahrt ab Cassino.
Preis: Pro Tag CHF 185.- (bis 10 Tage, ab 11. Tag CHF 100.-)

Die Altväter der Wüste und die Anfänge der Mönchsbewegung

In klösterlicher Umgebung und an der Wirkungsstätte der orientalischen Wüstenheiligen Santo Spes und Sant’Eutizio, unweit der Heimat des Ordensgründers Benedikt von Nursia, wollen wir die Fleischtöpfe Ägyptens, die Ziegelfabriken der Nützlichkeit, das Schiefe und Halbe unserer stressgeprägten Welt hinter uns lassen, auf die geschwätzigen Sorgen des Alltags, auf die Errungenschaften unseres Egos verzichten, um einen Abstecher in die Einsamkeit, ins Feuer der Wüste, in die seltsame Welt der geistigen Wettstreiter zu wagen.

Wir wohnen in der Abbazia di Sant’Eutizio im umbrischen Apennin, innerhalb des sibyllinischen Naturparks, wandern, ruhen, lesen Texte der Wüstenväter und versuchen deren Botschaft zu erspüren.

Dauer: Eine Woche (ohne Juli, August)
Ort: Piedivalle (Umbrien)
Unterkunft: In der Abbazia di Sant’Eutizio
Reise: Individuell. Anreise bis Foligno, Rückreise ab Foligno.
Preis: 

Benedikt von Nursia

Eine Wanderung im umbrisch – reatinischen Apennin

Die Berge Südumbriens und des Nordlatium sind nicht nur Fluchtort unzähliger Einsiedler, sondern auch Heimat des eigentlichen Gründers des europäischen Mönchtums, Benedikt von Nursia (Norcia). Hier in diesem rauhen Klima und in der Abgeschiedenheit des wilden Apennins wurden die Grundsteine eines christlichen Europas gelegt, auf die wir heute in den Tagen des Gemeinsamen Marktes und der Europäischen Gemeinschaft mit vermehrtem Interesse schauen.
Wir werden uns unterwegs mit Benedikt, seiner Reform und der Übergangszeit zwischen dem Untergang des weströmischen Reiches und der hereinbrechenden Germanenstämme beschäftigen. Darüberhinaus lesen und vertiefen wir Benedikts berühmte Regel, die uns Grundbegriffe wie Ordnung, Mässigung, Rhythmus, Arbeit und Gebet erhellen soll. Wir übernachten ausnahmslos in Städtchen, die ihren mittelalterlichen Reiz bewahrt haben, und essen abends im Hotel typische Lokalspeisen. Ihr Gepäck wird transportiert, und wer müde ist, kann auch einmal fahren. Vorgesehen sind mindestens sechs Tagesetappen zu je 4-5 Std. Wanderzeit.

Dauer: Eine Woche oder länger
Ort: Visso, Preci, Norcia, Cascia, Leonessa, Poggio Bustone, Rieti (ev. bis Farfa)
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels (eine einfache Ausnahme)
Reise: Individuell. Anreise bis Tolentino, Rückreise ab Rieti.
Preis:

Vom Carpe Diem zum Ora et labora

Mit Horaz und den Benediktinern längs der Via Salaria von Rom nach Rieti

Römischer Meilenstein an der Via Salaria

Römischer Meilenstein an der Via Salaria

O Bandusiens Quell, glänzender als Kristall, würdig des süssesten Weines! Labende Kühlung dem ermatteten Wanderer, vom Eichbaum beschattete, geschwätzige Welle, von Horaz besungen und unsterblich gemacht! Unweit Öl- und Weinberge und der Fundus Sabinus, das Landgut dieses römischen Dichters, Lebensqualität in der Sabina! Abseits städtischer Volksaufläufe, eingebettet im Rythmus der Natur, sich bescheiden und geniessen im kleinen Kreise der Vertrauten.Und dann Farfa, das mächtige und wohl bedeutendste Benediktinerkloster Mittelitaliens mit seinen verschachtelten Kastellorten auf den umliegenden Hügelkuppen. Wieder abgeschiedene, aber nun klösterlich geprägte Welt, erneut ein „Nütze den Tag“, aber weniger aus persönlichem Vergnügen als aus geistig-sozialem Engagement.

IMG_5760Auf dieser idyllisch-herben, stimmungsintensiven Wanderung (3-4stündige Tagesetappen in hügligem Gelände, befördertes Gepäck, Möglichkeit individueller Ruhepausen) auf der Via Salaria, der schon vorrömischen Salzachse, und auf spannenden Nebenstrecken, verlassen wir die Hauptstadt, um Zuflucht auf dem Lande zu finden, um nach dem Salz des Lebens zu fragen, um bedeutende spätantike Lebensweisheiten wie „Nütze den Tag“ und „Bete und Arbeite“ in ihrem Kontext zu verstehen und aus heutiger Sicht zu prüfen.

Ort: Roma, Farfa (3N), Poggio S. Lorenzo, Rocca Sinibalda, Rieti (2N)
Unterkunft: 
In Klöstern, Agriturismo-Betrieben und in Mittelklasse-Hotels
Reise: 
Individuell. Anreise bis Rom, Rückreise ab Terni.
Preis:
Via Salaria - A8

Via Salaria

Nursia und sein Umland

Blumenteppiche, Ritarosen und benediktinische Urheimat. Der Kurs eignet sich auch für Wanderunlustige und Geheingeschränkte! Alle Arten von Wanderungen – so Besteigungen der sibyllinischen Berge – nach Absprache. Unterkunft in historischem Hotel gehobener Klasse mit Wellnessbereich.
Blumenpracht - A5

Blumenpracht

Die mal kargen, mal blumenübersäten, irreal wirkenden Hochebenen,, die mal schroffen, mal sanften, aber immer sagenumwobenen sibyllinischen Berge und die mal verlassenen, mal belebten wilden Flusstäler der mittelitalienischen Region Umbrien bilden die Umgebung des antik-mittelalterlichen Nursia (Norcia), der Urheimat des Ordensgründers Benedikt und des wahren Europas heimliche Hauptstadt. Dieses reizende Bergörtchen soll uns für eine Woche Heimat sein, unser Hotel bietet für einmal einen besonderen Zimmer- und Badekomfort und -wie könnte es in diesem Wurst- und Käseproduktionszentrum anders sein- ein Speisefeuerwerk der Extraklasse.

Thematisch stehen die spätantiken mönchischen Gruppierungen, in erster Linie die von Benedikt von Nursia geschaffenen Benediktiner, aber auch östliche Rückzugsbewegungen im Mittelpunkt des Kurses.

Die Ausflüge ins Blumenparadies von Castelluccio, zur Heiligen Rita von Cascia, ins verwinkelte Städtchen Visso am Ursprung des Nera-Flusses wie auch die Spaziergänge im Städtchen und durch die Hochebene von Norcia zur Santa Scolastica, der Schwester des Benedikt, eignen sich bestens auch für Wanderunlustige oder Geheingeschränkte. Dank der Doppelleitung von Dorothea und Chris Bremer kommen aber auch Wanderfans auf ihre Rechnung. Nach Absprache sind gar richtige Bergtouren in die sibyllinische Bergwelt möglich.

Ort: Norcia (Perugia)
Unterkunft: Gehobenes Mittelklasse-Hotel in prächtig restauriertem Palazzo (mit Wellnessbereich!)
Reise: Individuell bis und ab Foligno
Preis