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Sommer in den abruzzesischen Bergen

Die Heimat Ignazio Silones,
Hochebenen und Blumenteppiche, ausgemalte Kirchen und verzauberte Maiensässsiedlungen. Der Kurs eignet sich auch für Wanderunlustige und Geheingeschränkte! Alle Arten von Wanderungen – so Besteigungen der umliegenden Gipfel (Velino, Sirente) – nach Absprache. Unterkunft in zwei  hochgelegenen Gemeinden des Apennins.

Abgeschiedene, mal wiederbelebte mal verlassene Bergdörfer, seltsam unwirkliche, manchmal tibetanisch wirkende Hochebenen, ödes, zerklüftetes Gebirge, vereinzelte Wölfe und Adler, Pferde-, Schaf- und Rinderherden, wortkarge Hirten, zerfurchte, misstrauische, schwarz gekleidete Frauen  auf den Türschwellen – nahezu zeitlose Bilder in einem zeitlosen Italien. Dazu der Dichter Ignazio Silone auf der Suche nach dem Wesentlichen und der persönlichen Berufung (wir werden Texte von ihm lesen), mittelalterliche Kosmologie in suggestiven Freskenzyklen, antike Zivilisation und mächtige Burgen längs der Via Valeria.

Die Wanderungen werden so individuell wie möglich der Lust und Leistungsfähigkeit der Teilnehmenden angepasst. Einige Romane Ignazio Silones wie „Fontamara“, „Wein und Brot“, „der Same unter dem Schnee“ und „das Abenteuer eines armen Christen“ spielen in der näheren und weiteren Umgebung.

Datum:
Ort
: Ovindoli (AQ), Pescocostanzo (AQ)

Unterkunft: Berghotel, Stadtpalast
Reise: Individuell. An- und Abreiseort: Celano
Preis:

 

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Römische Adelsgeschlechter und ihr Hang zur Weltgeschichte

Eine Wanderung im südlichen Latium

Ein Conti schuf die mittelalterliche Universität, ein Caetani verkündete die päpstliche Weltherrschaft und rief das erste christliche Jubiläum aus, ehe er von einem Colonna geohrfeigt und das Mittelalter schallend verabschiedet wurde. Ein anderer Colonna befriedete den Kirchenstaat und schuf die Basis für die Renaissance in Rom, und wieder ein Colonna rettete Europa vor den Türken. Über das Papsttum stiegen kleine römische Landadlige zu unerhörter Macht auf, ihre Privataffairen und Familienfehden erschütterten Europa, ihre Skandale und Charakterschwächen beeinflussten die Weltgeschichte.

Wir richten in dieser Wanderwoche, die durch die Hausmacht der Colonna, Conti und Caetani führt (4-5stündige Wanderzeit in hügligem Gelände, Gepäck wird transportiert, Kleinbus steht zur Verfügung), unser Augenmerk auf die Familie Caetani und auf die dramatischen Ereignisse Ende des 13. Jahrhunderts (Einbruch der Neuzeit mit dem Ende der Kreuzzüge und der mittelalterlichen Kaiseridee und dem Aufkommen des Nationalismus und der Nationalkirche), wenden unseren Blick aber auch der beeindruckenden Überlebenskunst der Familie zu, die sie noch im 20. Jahrhundert Hauptdarsteller sein lässt! Dank spektakulärer historischer Zeugnisse (allem voran die einzigartigen Gartenanlagen, aber auch Abteien, Kathedralen, Burgen, Paläste, Stadt- und poligonale Befestigungen) werden wir ein Stück mittelalterlicher Geschichte lebendig erfahren, bzw. erlaufen. Auf die mal karge, mal bewaldete Berglandschaft der Provinz Frosinone folgen die Olivenhaine, die steil ins Meer abfallenden Felsenriffe und die weiten Sandstrände Latinas.

Dauer: Eine Woche
Ort:  Fumone (2N), Anagni, Cori (2N), Sermoneta (2N)
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels
Reise: Individuell. Anreise bis Ferentino, Rückreise ab Latina.
Preis:

Auf Schafspuren im einsamen Bergland der Abruzzen

Filzen, Wandern und Lesen im Zeichen der Transhumanz

Felsenkloster S.Bartolomeo

Felsenkloster S.Bartolomeo

Zwischen der Flüchtigkeit der Metamorphosen und der Suche nach Authentizität, zwischen freundschaftlicher Hingabe und Abkehr von der Welt versuchen wir unsere Position zu finden. Dazu trägt Violetta Amendola mit einem kleinen praktischen Filzkurs bei, der auf der Piazza eines verlassenen Bergortes stattfindet, dazu dient die Lektüre von Texten der (nahezu) einheimischen Dichter Ovid, Silone und Cicero, dazu lassen wir den Heiligen der Transhumanz Peter vom Morrone und ausnahmsweise auch keinen geringeren als Dante sprechen, dazu begeben wir uns in die mal karge, mal üppige Landschaft, erklimmen die Einsiedelei Peters,

Castrovalva, unser Wohn- und Filzort

Castrovalva, unser Wohn- und Filzort

blicken in glasklare Berggewässer, durchstreifen zerfallene Ortschaften, aber auch pulsierende Städte, dazu begegnen wir einheimischen Schäfern mit ihren Tieren, vernehmen wir Geschichten alter Sitten und Rituale, entdeckeln Geheimnisse der abruzzesischen Kochtöpfe und spüren einheimische Kräuter und Blumen auf.
Wir wohnen im nahezu ausgestorbenen Castrovalva ob Anversa in Privatwohnungen, werden von einer Bergbäuerin bekocht und sollten in der Lage sein, zwei bis drei Stunden zu Fuss auf felsigem Terrain zurückzulegen.

Dauer: Eine Woche
Ort: Castrovalva (ob Sulmona)
Unterkunft: In privaten Appartements
ReiseIndividuell. Anreise bis Sulmona, Rückreise ab Sulmona.
Preis: