Schlagwort-Archive: Hügelwanderung

Tätiges Gebet

Auf den Spuren der Zisterzienser im südlichen Latium

Diese leichte Wanderung durch die bezaubernde Frühlingslandschaft der Provinzen Frosinone und Latina lässt uns französische Gotik im Süden Roms entdecken. Wir begegnen der lichtvollen Schlichtheit der Zisterzienser, ihrer tiefgehenden Sprache der reinen Architektur, ihrer Konkretisierung geistiger Erkenntnis in beeindruckenden Abteien, in weltlichen Kirchenbauten, in selbstbewussten Stadtquartieren. Wir stossen auf Rodungen und Entsumpfungen, auf Aufforstung und revolutionäre landwirtschaftliche Produktionsmethoden, die auf die Grauen Brüder zurückgehen. Ihr charismatischer Führer, Bernhard von Clairvaux, brachte es fertig, dass Adlige wie verachtete Bauern Äcker umgruben, Gelehrte in eisigen Kirchen Psalmen sangen und Kaiser und Könige in einen katastrophal endenden Kreuzzug zogen. Der inhaltliche Schwerpunkt des Kurses soll auf der Modernität der Zisterzienser liegen, die das 12. Jh. durch ihre Öffnung zur Rationalität, zur Liebesmystik und zur Umwelt wesentlich zu prägen vermochten.

Die 3-4 stündigen Hügelwanderungen können individuell verkürzt werden, die Besichtigungen von Stadt- und Klosteranlagen stehen im Vordergrund und der Rythmus des Kurses ist gemächlich. Spektakuläre “Nebenprodukte” unserer Reise sind die mächtigen poligonalen Befestigungsanlagen von Veroli, Alatri und Ferentino und voraussichtlich – bei ruhigem Seegang – ein Abstecher auf die Insel Zannone mit ihrer zerfallenen Zisterzienserabtei.

Dauer: 10 Tage
Ort: Casamari (4N), Fossanova (4N), Isola di Ponza (2N)
Unterkunft: Im Gästehaus des Klosters Casamari, in der Klosteranlage Fossanova und in Mittelklassehotel
Reise: Individuell. Anreise bis Frosinone, Rückreise ab Formia.
Preis: 
 

Mittelalterliches Kaleidoskop

Auf unbekannten Pfaden durch die südlichen Marken

In munterem Wechsel erleben wir mittelalterliche Stadtstaaten (vom winzigen Force bis zum mächtigen Ascoli), finstere Incastellamenti, überwachsene Burgruinen, weite einladende Hügel, geheimnisvolle bewaldete Berge, zerklüftete Erosionsgebiete und Klosteranlagen der Bettelmönche.

Angesichts dieser Reichhaltigkeit soll für einmal das Mittelalter schlechthin zum Thema gemacht werden: So verweben wir konkrete Lebensbedingungen mit politischen und wirtschaftlichen Aspekten, handwerkliche Produktionszweige mit künstlerischen Ausdrucksformen, religiöse Bewegungen mit literarischer Produktion zu einem farbenfrohen fliegenden Teppich, der auch vor Zeitreisen in die Moderne nicht zurückschreckt…

Die Wanderung umfasst ungefähr 4-5stündige Tagesetappen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad, ist jedoch dank Präsenz eines Begleitfahrzeuges individuell entschärfbar (verkürzte Etappen, Gepäcktransport, zusätzliche Pausen). Nach Absprache kann der Kurs um einen Tag verlängert werden.

Dauer: Eine Woche
Ort: Sarnano, Amandola (3N), Force, Castignano, Ascoli (ev. 2N)
Unterkunft: In einfachen Mittelklasse-Hotels
Reise: Individuell. Anreise bis Tolentino, Rückreise ab S.Benedetto del Tronto.
Preis: 

 

Umbrische Bilderwelt

Eine leichte Wanderung von Assisi nach S. Pietro in Valle

Auf dieser malerischen Wanderung von den olivenüberzogenen Hängen der weiten umbrischen Ebene in die waldreiche Enge der Valnerina (Valle del Nera) wollen wir Fresken von Kirchen und Palästen zum Sprechen bringen. Höhepunkte sind die Giotto-Fresken Assisis, die romanisch ausgemalte Abteikirche San Pietro in Valle, die Kapelle Baglioni in Spello mit dem Hauptwerk Pinturicchios, Filippo Lippi und wieder Pinturicchio im Dom von Spoleto. Volksnahe Fresken in wenig bekannten Kirchen, freskenartige Landschaften und faszinierende mittelalterliche Städte runden das Bild ab.

Die Wanderzeit dürfte zwischen 2 und 4 Stunden betragen (Ihr Gepäck wird transportiert, individuelle Unterbrechungen und Verkürzungen sind jederzeit möglich!); bei schlechtem Wetter sind Fahrten zu Museen und Bilderzyklen in der weiteren Umgebung vorgesehen. Unterkünfte und Abendessen gehören zu den Höhepunkten des gesamten Kursprogrammes!

Dauer: Eine Woche
Ort: Assisi (3N), Trevi, Campello, Spoleto, Scheggino
Unterkunft: In Villen und Hotels gehobener Mittelklasse
Reise: Individuell. Anreise bis Foligno, Rückreise ab Foligno.
Preis: 

An der Wiege der Staufer

Wanderungen im Fils – und Remstal

Nach den Reisen auf den Spuren der Staufer in Apulien wollen wir für einmal den Ursprüngen dieser mächtigen Herrscherfamilie in ihrer schwäbischen Heimat nachspüren. Wir wohnen im ehemaligen Wirtschaftsbetrieb des Wäscherschlössles, unweit von dort, wo wohl alles angefangen hat. Von dieser malerischen Stätte aus machen wir Abstecher zu Burgen, Klöstern und Kleinstädten, die alle von den Staufern erzählen, und durchqueren in drei- bis vierstündigen, leichten Wanderungen eine überraschend abwechslungsreiche Gegend am Rand der schwäbischen Alb.

Das Gepäck wird wie immer transportiert, und individuelle Ruhepausen sind jederzeit möglich.

Dauer: Sechs Tage (5 Nächte)
Ort: Wäscherhof (GP, 5N)
Unterkunft: Landgasthof beim Wäscherschlössle
Reise: Mit Kleinbus ab Bern und Zürich
Preis:

Auf den Spuren der Staufer im Elsass

Wanderungen im Südelsass und im Grenzgebiet zur Pfalz

Murbach

Murbach

Nach Apulien und der Gegend rund um den Hohenstaufen verfolgen wir die Staufer auf ihrer Expansion ins westrheinische Gebiet. Durch die Einheirat in das Haus der Grafen von Egisheim treten sie in Verwandtschaft mit dem Reformpapst Leo IX., der sich im 11. Jahrhundert den Normannen in Apulien erfolglos in den Weg stellte und damit zum Siegeszug dieser süditalienischen Macht beitrug. Wir übernachten zweimal in der Heimatstadt des Papstes, in Egisheim, besuchen das Kloster Murbach, die Burgen der Herren von Egisheim und die letzte Ruhestätte Hildegards, der Gattin eines der ersten staufischen Friedriche, Sankt Fiden in Schlettstadt. Nach einem Aufenthalt in Otrott am Fuss des Odilienberges, verbringen wir die restlichen zwei

Eguisheim

Eguisheim

Nächte im pfälzischen Ludwigswinkel. Wir suchen in tiefen Wäldern Sandsteinfelsen und -burgen und entdecken wenig bekannte romanische Abteikirchen. Fast alle Felsenburgen gehen auf staufische Reichsministeriale zurück und bieten eine imposante und für die Stauferzeit einzigartige Mischung von Höhlen- und Befestigungsbaukunst.

Das Gepäck wird wie immer transportiert, und individuelle Ruhepausen sind jederzeit möglich. Hin- und Rückreise im Kleinbus sind im Preis inbegriffen.

Dauer: sechs Tage (fünf Nächte)
Ort: Eguisheim (F, 2N), Otrott (F), Ludwigswinkel (D, 2N)
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels
Reise: Mit Kleinbus ab Bern und Basel
Preis:

Franziskaner zwischen Anpassung und Fundamentalismus

Eine Wanderung durch ein Stück faszinierende Toskana

Aus den buchen- und kastanienüberzogenen Apenninausläufern steigen wir hinab in die fruchtbare Ebene des oberen Tibertales, entdecken Stadtjuwele, die noch nicht dem Massentourismus zum Opfer gefallen sind, erwandern dann die einsamen Busch- und Eichenwälder zwischen Tiber und Chiana, zwischen Umbrien und Toskana, übernachten in idyllischen Agriturismo-Betrieben, ehe sich der Blick in der Weite des Trasimeno-Sees und der Chiana-Ebene verliert.

Die franziskanischen Einsiedeleien von Chiusi della Verna (wo Franziskus seine Wundmale bekam) und Cortona rahmen die Wanderung ein und bestimmen deren Thematik: Anhand der Entwicklung des Franziskanerordens nach dem Tode des Franziskus fragen wir uns beispielsweise, wie weit Radikalismus eine Jugendliebe, ob Anpassung die unausweichliche Folge des Alters ist, ob also die Poesie zwangsläufig die Prosa nach sich zieht, wann aus Radikalismus Fundamentalismus wird, und was es mit dem Gegensatzpaar Tradition und Veränderung auf sich hat.

Dabei treffen wir auf den gemässigten Frate Elia aus Cortona, auf den radikalen “Spiritualen” Ubertino da Casale und auf Fra Bonaventura di Bagnoregio, den grossen Philosophen und Friedensstifter, die sich in dieser Gegend aufgehalten haben.

Gewandert wird zwischen 4 und 6 Std. pro Tag, Ihr Gepäck wird transportiert, und wer müde ist, kann sich auch mal fahren lassen. Lektionen, Picknick und Besichtigungen komplettieren den Wandertag.

Dauer: Eine Woche
Ort:  Chiusi della Verna, Fonte di Galletta, Anghiari, Monte Santa Maria Tiberina, San Pietro a Dame, Portole (Cortona, 2N)
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels und Agriturismo-Betrieben
Reise: Individuell. Anreise bis Arezzo, Rückreise ab Cortona.
Preis:

Der franziskanische Aufbruch

Wanderung in einem fremdartigen Mittelitalien

An den freundlich-liebreizenden Gestaden des umbrischen Lago Trasimeno brechen wir auf, geraten in verlassene, geheimnisvolle Waldgebiete und in unbekannte, in ferner Vergangenheit schlummernde Burgorte, ehe wir durch bizarre Erosionslandschaften in die unendliche, gelbe Weite abgeernteter toskanischer Kornfelder vorstossen.

Auf dieser Panorama-Wanderung dehnen wir unseren Horizont bis in die ferne Mongolei und beschäftigen uns anhand von Originaltexten des Reisenden Fra Giovanni di Pian del Carpine (Magione/Trasimeno) mit dem grossen franziskanischen Aufbruch des 13. Jahrhunderts und seiner revolutionären Aufwertung der Umwelt. Dazu werden wir den Roman “Die Tatarenwüste” von Dino Buzzati lesen und in einer kühnen Synthese Verbindungen zu uns herstellen. Lassen Sie sich überraschen!

Wir sind täglich ca. 4-5 Std. wandernd unterwegs, übernachten in guten Mittelklasse-Hotels und lassen uns auch kulinarisch verblüffen. Das Gepäck wird transportiert, und wer müde sein sollte, kann sich jederzeit fahren lassen.

Dauer: Eine Woche
Ort: Monte del Lago (2N), Panicale, Ficulle (2N), San Casciano dei Bagni, Radicofani
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels und zweimal in Agriturismo-Betrieb
Reise: Individuell. Anreise bis Magione, Rückreise ab Chiusi.
Preis: