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Frauen, die Geschichte schrieben: Mathilde von Canossa – eine Herrscherin zu Beginn der Neuzeit

Die Burg Carpineti

Die Burg Carpineti

Eine Apenninwanderung durch das Hausgut der Gräfin Mathilde von der Emilia in die Toskana

Für diejenigen, die sich vor allem wandernd einer der grossen Frauen des Mittelalters nähern wollen, bieten wir neben Kurs A2 einen weiteren zum Thema Mathilde von Canossa an. In täglich vier- bis fünfstündigen Wanderungen verlassen wir die Poebene südlich von Reggio Emilia, steigen in die Burgenlandschaft der Herren und Damen von Canossa, überqueren den Apennin auf den Wegen der Mathilde und ihrer Mutter und erreichen zuletzt das mittelalterliche Kleinod Barga in der Toskana.
A2-2Wir durchstreifen eine weitgehend ursprüngliche Berglandschaft, an der Hektik und Ultramoderne spurlos vorübergegangen zu sein scheinen: Noch immer ragen mächtig die Mauern der Burgen der Canossa in den Himmel, stehen unerschütterlich Klöster und Kirchen aus der Zeit des kirchlichen Aufbruchs, ist Gastfreundschaft kein leeres Wort. Der Zeitenlauf hat eine Auszeit genommen, was sich bewegt, ist einzig die Erde, Entwicklungsboom, Investitionen und Massentourismus sind Fremdwörter, Vergangenheit lebt auf Schritt und Tritt, die wenigen Menschen nehmen einander wahr.

IMG_3572In dieser archaischen Gegend stellen wir deren grosse Dominatorin, Mathilde von Canossa in den Mittelpunkt. In ihren Burgen, Klöstern und Kirchen, auf ihren Wegen und in den Quellenberichten ihrer Zeit versuchen wir der Herzogin, Amazone, Reformerin auf die Spur zu kommen, um durch sie den Blick auf die Rolle der Frau zu Beginn der Neuzeit auszuweiten und den grossen Aufbruch der Kirche des 11.Jahrhunderts aus nächster Nähe mitzuerleben.

Ort: Quattro Castella, Rossena (2N), Casina, Carpineti (2N), Toano, Frassineto, S. Benedetto in      Alpe, Barga
Unterkunft: In einfachen und Mittelklasse-Hotels, B&Bs und einmal in Agriturismo-Betrieb
Reise: Anfahrt individuell bis Parma, Rückfahrt individuell ab Parma
Preis:

Auf den Fährten des Sonnenstaat- Mythos

Eine Wanderung vom oberen Tibertal nach San Marino

Auf dieser faszinierenden Wanderung folgen wir den bislang noch nicht wegerodierten Resten eines mächtigen Kalkplateaus, das sich von der Toskana bis zur Adria hinzog. Vom Sasso di Simone über den Monte Carpegna bis hin nach San Leo und San Marino, Spuren vergangener, oft rätselhafter Zeiten. Tropische Zeiten voller Krokodile, Nilpferde und Sequoien, aber auch Renaissance mit Sansepolcro, der Stadt Piero della Francescas und seinem geometrischem Erfassen der Umwelt, mit der mächtigen Burganlage auf dem Adlerhorst San Leo und der merkwürdigen Sonnenstadt von Cosimo di Medici auf dem Sasso di Simone. Und dieser Neuaufbruch des Menschen, sein Versuch, die Welt nicht nur zu entdecken, sondern auch in den Griff zu bekommen, soll unser Wochenthema sein. Dabei wenden wir uns auch der utopischen Sonnenstadt des Dominikaners Tommaso Campanella zu, wo der personale Gott zugunsten des naturwissenschaftlichen Realbestandes des Universums abgedankt hat. Ausgleich schaffend seien auch die Mondalpen durchschritten und ein Hauch Franziskus in Montecasale und San Leo zugelassen.

Die Wanderung (4-6 Std. tägliche Wanderzeit, Ihr Gepäck wird transportiert, individuelle Unterbrechungen möglich) durch kaum begangene Hügel der Toskana und der Marken besticht durch landschaftliche Vielseitigkeit, künstlerische Kleinode, reizvolle Übernachtungsorte und kulinarische Hochgenüsse.

Datum: 
Ort: Sansepolcro, Montagna, Lamoli, Sestino, Villagrande (2N), S. Leo (2N)
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels, je einmal in privaten Appartements und in Naturfreunde-Häusern
Reise: Individuell. Anreise bis Arezzo, Abreise ab Rimini.
Preis:

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Neu- und Wiedergeburt zu Beginn der Neuzeit

Eine Wanderung vom Trasimeno- zum Bolsenasee

Diese eher leichte (täglich 3-5stündige) Wanderung führt uns zu den beiden grössten Seen des italienischen Stiefels und steht ganz im Zeichen des Wassers. In einem Land, das für seine Gewässerverschmutzung berüchtigt ist, trinken wir Quellwasser, essen wir frischen Seefisch, fahren wir Boot und übernachten am See, und wer Lust hat, badet in See- oder Heilwasser. Angesichts soviel Wassers wird das Weinwunder nicht auf sich warten lassen, womit nicht nur gesagt sei, dass wir speziell die einheimische Küche (und die zum Teil aussergewöhnlichen Unterkünfte) geniessen werden, sondern dass auch die geistige Dimension nicht zu kurz kommen soll: So folgen wir im wahrsten Sinne des Wortes den Spuren des Franziskus und des Piccolomini-Papstes Pius II. auf der Suche, was unter Neu-, was unter Wiedergeburt historisch und allgemein menschlich zu verstehen ist.

Wie immer wird unser Gepäck befördert und individuelle Ruhepausen sind jederzeit möglich.

Dauer: Eine Woche
Ort: Isola Maggiore (2N), Lago di Chiusi, Sarteano, San Casciano dei Bagni, Acquapendente, Bolsena
Unterkunft: In guten Mittelklasse-Hotels (eine Ausnahme)
Reise: Individuell. Anreise bis Passignano, Rückreise ab Orvieto.
Preis: 

Von Franziskus zu Piero della Francesca

Ausflüge im oberen Tibertal, an einer Wiege zur Neuzeit

Wer kennt sie schon, die gemütliche Heimatstadt Piero della Francescas, Sansepolcro, die Renaissanceschätze Città di Castellos, die abgelegenen franziskanischen Einsiedeleien mit ihren weiten Ausblicken, die der Sonne geweihte Stadtgründung der Medici auf einem Felsplateau, die Minirepublik Cospaia und die bizarren Mondalpen?

Der Kurs möchte anhand von Besichtigungen, Begegnungen und kleineren Wanderungen Einblick in die versteckten Schönheiten, in die Merkwürdigkeiten einer wenig bekannten, aber kulturell bedeutsamen Gegend verschaffen. Insbesondere setzen wir uns mit der Kultur der Renaissance auseinander wie sie sich mit Franz von Assisi sachte andeutet und mit Piero della Francesca ihren ersten grossen Höhepunkt erreicht.

Dauer: Eine Woche
Ort: San Secondo (Città di Castello)
Unterkunft: Ferienzentrum La Dogana Vecchia
Reise: Individuell. Anreise bis Arezzo, Rückreise ab Arezzo.
Preis: 

Franziskaner zwischen Anpassung und Fundamentalismus

Eine Wanderung durch ein Stück faszinierende Toskana

Aus den buchen- und kastanienüberzogenen Apenninausläufern steigen wir hinab in die fruchtbare Ebene des oberen Tibertales, entdecken Stadtjuwele, die noch nicht dem Massentourismus zum Opfer gefallen sind, erwandern dann die einsamen Busch- und Eichenwälder zwischen Tiber und Chiana, zwischen Umbrien und Toskana, übernachten in idyllischen Agriturismo-Betrieben, ehe sich der Blick in der Weite des Trasimeno-Sees und der Chiana-Ebene verliert.

Die franziskanischen Einsiedeleien von Chiusi della Verna (wo Franziskus seine Wundmale bekam) und Cortona rahmen die Wanderung ein und bestimmen deren Thematik: Anhand der Entwicklung des Franziskanerordens nach dem Tode des Franziskus fragen wir uns beispielsweise, wie weit Radikalismus eine Jugendliebe, ob Anpassung die unausweichliche Folge des Alters ist, ob also die Poesie zwangsläufig die Prosa nach sich zieht, wann aus Radikalismus Fundamentalismus wird, und was es mit dem Gegensatzpaar Tradition und Veränderung auf sich hat.

Dabei treffen wir auf den gemässigten Frate Elia aus Cortona, auf den radikalen “Spiritualen” Ubertino da Casale und auf Fra Bonaventura di Bagnoregio, den grossen Philosophen und Friedensstifter, die sich in dieser Gegend aufgehalten haben.

Gewandert wird zwischen 4 und 6 Std. pro Tag, Ihr Gepäck wird transportiert, und wer müde ist, kann sich auch mal fahren lassen. Lektionen, Picknick und Besichtigungen komplettieren den Wandertag.

Dauer: Eine Woche
Ort:  Chiusi della Verna, Fonte di Galletta, Anghiari, Monte Santa Maria Tiberina, San Pietro a Dame, Portole (Cortona, 2N)
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels und Agriturismo-Betrieben
Reise: Individuell. Anreise bis Arezzo, Rückreise ab Cortona.
Preis:

Der franziskanische Aufbruch

Wanderung in einem fremdartigen Mittelitalien

An den freundlich-liebreizenden Gestaden des umbrischen Lago Trasimeno brechen wir auf, geraten in verlassene, geheimnisvolle Waldgebiete und in unbekannte, in ferner Vergangenheit schlummernde Burgorte, ehe wir durch bizarre Erosionslandschaften in die unendliche, gelbe Weite abgeernteter toskanischer Kornfelder vorstossen.

Auf dieser Panorama-Wanderung dehnen wir unseren Horizont bis in die ferne Mongolei und beschäftigen uns anhand von Originaltexten des Reisenden Fra Giovanni di Pian del Carpine (Magione/Trasimeno) mit dem grossen franziskanischen Aufbruch des 13. Jahrhunderts und seiner revolutionären Aufwertung der Umwelt. Dazu werden wir den Roman “Die Tatarenwüste” von Dino Buzzati lesen und in einer kühnen Synthese Verbindungen zu uns herstellen. Lassen Sie sich überraschen!

Wir sind täglich ca. 4-5 Std. wandernd unterwegs, übernachten in guten Mittelklasse-Hotels und lassen uns auch kulinarisch verblüffen. Das Gepäck wird transportiert, und wer müde sein sollte, kann sich jederzeit fahren lassen.

Dauer: Eine Woche
Ort: Monte del Lago (2N), Panicale, Ficulle (2N), San Casciano dei Bagni, Radicofani
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels und zweimal in Agriturismo-Betrieb
Reise: Individuell. Anreise bis Magione, Rückreise ab Chiusi.
Preis:

Mit Franz von Assisi durch den toskanischen Apennin

Wir folgen ein Stück weit dem eigenartigen, immer für eine Überraschung guten Bruder Franz, der im Mittelalter die Einheit der Kirche rettete und bis heute Menschen gleich welcher Konfession, ja Religion, erst zu fesseln und dann zu befreien vermag. Indem wir seine Wege gehen, ein historisches Umfeld schaffen und seine Worte hören, versuchen wir den Grund dieser Anziehungskraft, das Wesen seiner Ausstrahlung aufzuspüren.

Die Wanderung (4-6 Std. tägliche Wanderzeit, organisierter Gepäcktransport, Möglichkeit individueller Erholungspausen) führt uns durch dichte, von Mönchen benediktinischer Prägung aufgeforstete Wälder um Camaldoli über die bizarre Erosionslandschaft des Tiberquellgebiets in die heiter-liebliche, franziskanisch geprägte Hügellandschaft des Monte La Verna, dem Berg der geheimnisvollen Wundmale des Bruder Franz. So folgt auf die benediktinische Welt nach einem grossen Auf- und Umbruch die Öffnung der Franziskaner.

Dieser Kurs eignet sich auch als Vertiefung der Franziskus-Wanderungen in der Umgebung von Assisi.

Dauer: Eine Woche
Ort: Badia Prataglia (2N), Verghereto, Balze, Cerbaiolo, Caprese Michelangelo, Chiusi della Verna
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels und einmal im Kloster
Reise: Individuell. Anreise bis Arezzo, Rückreise ab Arezzo.
Preis: