Schlagwort-Archive: Zisterzienser

Giacomo Leopardi und seine christliche Umgebung

Ausgehend von Italiens angeblichem Hauptort zur Zeit des fränkischen Grossreiches, von San Claudio al Chienti (Provincia di Macerata), erkunden wir die Zisterzienser in Fiastra, die Augustiner in Tolentino, Maria in Loreto, die Franziskaner in verstreuten Konventen, ohne zu vergessen, dem Dichter Giacomo Leopardi aus Recanati den Ehrenplatz einzuräumen. Sein tiefer Pessimismus gegenüber dem Menschenschicksal reisst uns aus einer gewissen Wohlstandslethargie, entlarvt sowohl Vernunftseuphorie wie alternative Strömungen als Augenwischerei, lässt jeden Fortschrittsglauben an der menschlichen Unvollkommenheit zerschellen und mündet schliesslich in allumfassende Sinnfragen: «Wozu die vielen Lichter? Der unbegrenzte Raum wozu? Und jene endlose Himmelsweite? Was bedeutet solch tiefste Einsamkeit? Und was bin ich?»

Datum:
Ort: San Claudio al Chienti (MC)

Unterkunft: In gehobenem Mittelklassehotel
Reise: Individuell. Anreise bis Civitanova Marche, Abreise ab Civitanova Marche
Preis:

 

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Tätiges Gebet

Auf den Spuren der Zisterzienser im südlichen Latium

Diese leichte Wanderung durch die bezaubernde Frühlingslandschaft der Provinzen Frosinone und Latina lässt uns französische Gotik im Süden Roms entdecken. Wir begegnen der lichtvollen Schlichtheit der Zisterzienser, ihrer tiefgehenden Sprache der reinen Architektur, ihrer Konkretisierung geistiger Erkenntnis in beeindruckenden Abteien, in weltlichen Kirchenbauten, in selbstbewussten Stadtquartieren. Wir stossen auf Rodungen und Entsumpfungen, auf Aufforstung und revolutionäre landwirtschaftliche Produktionsmethoden, die auf die Grauen Brüder zurückgehen. Ihr charismatischer Führer, Bernhard von Clairvaux, brachte es fertig, dass Adlige wie verachtete Bauern Äcker umgruben, Gelehrte in eisigen Kirchen Psalmen sangen und Kaiser und Könige in einen katastrophal endenden Kreuzzug zogen. Der inhaltliche Schwerpunkt des Kurses soll auf der Modernität der Zisterzienser liegen, die das 12. Jh. durch ihre Öffnung zur Rationalität, zur Liebesmystik und zur Umwelt wesentlich zu prägen vermochten.

Die 3-4 stündigen Hügelwanderungen können individuell verkürzt werden, die Besichtigungen von Stadt- und Klosteranlagen stehen im Vordergrund und der Rythmus des Kurses ist gemächlich. Spektakuläre “Nebenprodukte” unserer Reise sind die mächtigen poligonalen Befestigungsanlagen von Veroli, Alatri und Ferentino und voraussichtlich – bei ruhigem Seegang – ein Abstecher auf die Insel Zannone mit ihrer zerfallenen Zisterzienserabtei.

Dauer: 10 Tage
Ort: Casamari (4N), Fossanova (4N), Isola di Ponza (2N)
Unterkunft: Im Gästehaus des Klosters Casamari, in der Klosteranlage Fossanova und in Mittelklassehotel
Reise: Individuell. Anreise bis Frosinone, Rückreise ab Formia.
Preis: 
 

Auf den Spuren der Zisterzienser im Süden Frankreichs

Eine Reise mit Wanderungen vom Lac de Bourget bis zur Insel Port- Cros
IMG_3203Unsere gemeinsame Reise beginnt am Bahnhof in Bern, wo wir in den Kleinbus steigen, der uns nach Aix-les-Bains an den Lac de Bourget bringt. Per Schiff sollten wir die Abtei von Hautecombe erreichen, der Mutterabtei von Fossanova, mit der wir unsere Spurensuche der Zisterzienser im Süden Frankreichs beginnen wollen. Dem See entlang wandern wir zu unserem ersten Übernachtungsort Le Bourget-du-lac. Dann geht es weiter ins Département Drôme zur einstigen Abtei von Léoncel, eingebettet in eine idyllische Berglandschaft, und zur noch immer bestehenden Abtei von Aiguebelle, der klösterlichen Heimat der algerischen Mönche des Films “Des Hommes et des Dieux”. Über La Garde Adémar stossen wir nach Vaucluse in die Römerstadt Vaison-la-Romaine an die Hänge des Côtes-du-Rhône vor. Wir durchqueren Carpentras, gedenken Jean-Henry Favres, blicken auf den Mont Ventoux und übernachten im päpstlichen Venasque. Und schon nähert sich ein zisterziensischer Höhepunkt, das lavendelüberzogene und noch bewohnte Sénanque. Zum Luberon gehört bereits die Burgfeste Gordes, einst keltisches Oppidum, zu den schönsten Orten Frankreichs zählend. Wir überqueren das Lubéron-Gebirge und treffen an der Durance auf die Zisterzienseranlage von Silvacane. Nun wenden wir uns nach Osten. An Aix-en-Provence vorbei durch die weite Hügellandschaft der Provence geht es zur Abtei von Thoronet, dem Schlusspunkt unserer Begegnungen mit den Zisterziensern. Doch die Reise ist noch nicht zu Ende: Wie einst im Latium erreichen wir auch diesmal das Meer und stechen in See. Von Le Lavandou aus bringt uns ein Schiff auf die Insel Port-Cros (Parc National), die wir durchstreifen wollen.
Der thematische Schwerpunkt dieses Kurses liegt auf dem 12. Jahrhundert, dem “Jahrhundert der Zisterzienser” , auf der zisterziensischen Spiritualität und der charismatischen Figur Bernhards von Clairvaux und seiner Einbettung in die französische Geschichte.
Das Gepäck wird wie immer transportiert, die Wanderungen variieren zwischen zwei und gut vier Stunden, wobei individuelle Verkürzungen möglich sind. Auf der Rückreise ist ein Halt beim berühmten Kloster Ganagobie mit seinen schönen Bodenmosaiken – oberhalb der Durance zwischen Manosque und Sisteron – vorgesehen.

Ort: Le Bourget, Léoncel, Bonlieu-sur-Roubion, Vaison-la-Romaine, Venasque, Ménerbes, La Roque d‘ Anthéron, Le Thoronet, Le Lavandou (2N)
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels und Klöstern
Reise: Mit Kleinbus ab Bern
Preis:
 

Auf den Spuren der Zisterzienser im Süden Deutschlands

Eine Reise – mit Wanderungen – vom Bodensee bis nach Hessen

Im Kloster Maulbronn

Im Kloster Maulbronn

Nach den Zisterzienserkursen in Süditalien und Südfrankreich wollen wir uns diesmal mit den Zisterzienserklöstern Süddeutschlands beschäftigen. Die sechstägige Reise bietet selbst für diejenigen, die beide vorausgehenden Zisterzienserkurse belegt haben, noch erstaunlich viel Neues! Wir reisen von Bern über Zürich nach Konstanz, nehmen dort die Fähre nach Meersburg, von wo aus wir das barocke Salem, einst wichtiges Zisterzienserkloster, ansteuern. Weiter geht es dann zum Frauenkloster Heiligkreuztal, das inzwischen von der Stephanus-Gemeinschaft geführt wird. Am nächsten Tag folgt mit der Klosteranlage Bebenhausen bei Tübingen ein erster Höhepunkt. Auf dem Weg in den Schwarzwald stossen wir auf das berühmte Reformkloster Hirsau, das Cluny Deutschlands. Nach den wenigen Resten des Zisterzienserklosters Bad Herrenalb wenden wir uns ausführlich Maulbronn zu, dessen Klosterbezirk als der besterhaltenste nördlich der Alpen gilt. Den Abschluss bildet – nach längerer Fahrt – das eindrückliche Kloster Eberbach bei Wiesbaden.
Das Gepäck wird wie immer transportiert, die Wanderungen variieren zwischen zwei und gut drei Stunden, wobei individuelle Verkürzungen möglich sind. Im Kurspreis ist die Reise von Bern bis Wiesbaden miteingeschlossen.

Ort: Heiligkreuztal, Bebenhausen, Bad Herrenalb, Maulbronn, Eberbach
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels und Klöstern
Reise: Mit Kleinbus ab Bern. Individuelle Rückfahrt ab Wiesbaden.
Preis:

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