Archiv der Kategorie: Bergwanderungen

Auf der Frankenstrasse von St. Maurice nach Aosta

Vier- bis fünfstündige Wanderungen auf der bedeutendsten Pilger- und Kaiserstrasse. Bei voraussichtlich schlechtem Wetter Verschiebung oder Absage!

img_4817 Nach Besichtigung der ältesten noch bewohnten Abtei der Schweiz gelangen wir nach Martigny, um die Alpenüberquerung in Angriff zu nehmen. Statt nun der stark befahrenen, internationalen Verkehrsachse zu folgen, wählen wir die Route über den idyllischen Lac de Champex, das reizende Val Ferret mit seinen Schluchten, den Col de Fenêtre mit seiner bezaubernden Seen- und Sumpflandschaft, ohne deshalb auf eine
Uebernachtung auf der Passhöhe des Grossen St. Bernhards verzichten zu müssen. Der Abstieg auf der italienischen Seite des Passes über Saint-Rhémy-en-Bosses nach Aosta – teilweise auf historischen Wasserleitungen – gehört zu den Höhepunkten des gesamten Pilgerweges.

Die Anstiege sind stetig, aber nie exzessiv, die Abstiege von mässiger Steilheit. Sowohl vor als auch nach dem Grossen St. Bernhard besteht die Möglichkeit zur individuellen Verkürzung. Unser Gepäck wird wie immer ins nächste Hotel gebracht. Die die Wanderung unterbrechenden Lektionen widmen sich einigen historischen Alpenüberquerungen und nehmen die kulturellen Anregungen längs des Weges auf.

Datum:
Ort: Martigny, Champex, Ferret, Grosser Sankt Bernhard, Etroubles, Aosta

Unterkunft: In Mittelklassehotels, einmal in Berghaus
Reise: Mit Kleinbus von und nach Bern
Preis:

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Sommer in den abruzzesischen Bergen

Die Heimat Ignazio Silones,
Hochebenen und Blumenteppiche, ausgemalte Kirchen und verzauberte Maiensässsiedlungen. Der Kurs eignet sich auch für Wanderunlustige und Geheingeschränkte! Alle Arten von Wanderungen – so Besteigungen der umliegenden Gipfel (Velino, Sirente) – nach Absprache. Unterkunft in zwei  hochgelegenen Gemeinden des Apennins.

Abgeschiedene, mal wiederbelebte mal verlassene Bergdörfer, seltsam unwirkliche, manchmal tibetanisch wirkende Hochebenen, ödes, zerklüftetes Gebirge, vereinzelte Wölfe und Adler, Pferde-, Schaf- und Rinderherden, wortkarge Hirten, zerfurchte, misstrauische, schwarz gekleidete Frauen  auf den Türschwellen – nahezu zeitlose Bilder in einem zeitlosen Italien. Dazu der Dichter Ignazio Silone auf der Suche nach dem Wesentlichen und der persönlichen Berufung (wir werden Texte von ihm lesen), mittelalterliche Kosmologie in suggestiven Freskenzyklen, antike Zivilisation und mächtige Burgen längs der Via Valeria.

Die Wanderungen werden so individuell wie möglich der Lust und Leistungsfähigkeit der Teilnehmenden angepasst. Einige Romane Ignazio Silones wie „Fontamara“, „Wein und Brot“, „der Same unter dem Schnee“ und „das Abenteuer eines armen Christen“ spielen in der näheren und weiteren Umgebung.

Datum:
Ort
: Ovindoli (AQ), Pescocostanzo (AQ)

Unterkunft: Berghotel, Stadtpalast
Reise: Individuell. An- und Abreiseort: Celano
Preis:

 

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Auf Pilgerpfaden in Südumbrien

Eine Annäherung an das Phänomen der grossen Aufbrüche

Lassen Sie für einmal Santiago de Compostela mit seinen Pilgerströmen und abgewetzten Strassen rechts oder besser links liegen, tauchen Sie ein in ein Umbrien ohne Franz und Benedikt, und wählen Sie den Aussenseiter aller Aussenseiter, einen Pilgerweg zu Rita von Cascia, einer einfachen Frau aus dem 15. Jahrhundert, die sich mit dem Unmöglichen misst.

In dieser Bergwanderwoche zu einem modernen Heiligtum einer mittelalterlichen Heiligen soll das Pilgern selbst zum Thema werden: Was bleibt hinter religiöser Massenbewegung, zwanghafter Modeerscheinung, irrationalem Ausbrechen, tiefer Sehnsucht und persönlichem Aufbruch für uns wegweisend? Und was lehrt uns die Geschichte der grossen Pilgerzüge?

Die 4-6stündigen Wanderungen (Gepäcktransport ist organisiert, Kleinbus steht zur Verfügung) in einer an Höhepunkten reichen, kulturell faszinierenden Landschaft schliessen Stadt- und Kirchenbesichtigungen mit ein (San Gemini, Spoleto, Cascia).

Dauer: Eine Woche
Ort:  San Gemini, Acquasparta, Spoleto (2N), Scheggino, Poggiodomo, Cascia
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels und einmal in Naturfreunde-Zentrum
Reise: Individuell. Anreise bis Perugia-Ponte S. Giovanni, Rückreise ab Spoleto.
Preis

Weiter, immer weiter: die Peregrinatio als Zeichen permanenten Exils

Eine Wanderung auf den Fährten des irischen Mönchtums in Oberitalien

 Unterwegs – entsprechend dem tiefsten menschlichen Wesen, und doch Klostergründer, der Natur landabringende Kulturarbeiter und Förderer des gemeinschaftlichen Gebetes wie die Benediktiner, aber auch Asketen und Einsiedler wie die Wüstenmönche, gar Missionare und Lehrer wie die Priester der Weltkirche: Bischöfe, Äbte und Menschenbildner in einem!

Auf unserer Wanderung vom emilianischen Apenninenkloster Bobbio (Todesort des charismatischen Kolumban, Lehrmeister von Gallus, dem Gründer des Klosters St.Gallen) zum Mittelmeerkloster S. Fruttuoso bei Portofino in Ligurien versuchen wir dem Geheimnis dieses “totalen”, allumfassenden Christentums auf die Spur zu kommen, um Verborgenes im eigenen Menschsein wie auch im Dunkel der Geschichte zu entdecken.

Die bergige Wegstrecke bei 4-6 stündiger täglicher Wanderzeit setzt eine gewisse Kondition voraus, ist aber individuell verkürzbar. Die Tagesetappen werden durch Lektionen, Picknick und Besichtigungen mehrmals unterbrochen und Ihr Gepäck wird – wie immer – transportiert.

Dauer: 8-10 Tage
Ort: Bobbio, Corte Brugnatella, Ferriere, S. Stefano d’Aveto, Berzonasca, S. Colombano, Portofino
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels
Reise: Individuell. Anreise bis Piacenza, Rückreise ab Rapallo.
Preis: 

Das Phänomen Kolumbus oder das Stelldichein von Beobachtungsgabe und Ignoranz

Eine ausblickreiche Wanderung auf dem ligurischen Höhenweg zwischen Genua und Savona

Aufschneider und Glückspilz oder tollkühner Draufgänger und Mann der Tat? Wissenschaftliches Genie und Meister der Seemannskunst oder unverbesserlicher Visionär und Vorläufer des Don Quijote? Genuese oder vielleicht doch Spanier oder gar Jude?

Begeben wir uns an die Wiege des berühmten Cristoforo, versuchen wir das Geheimnis zu lüften, erforschen wir, was seine Zeitgenossen wollten, was VOR der grossen Entdeckung steht und wie die alte Welt beschaffen war unmittelbar vor der Begegnung mit der neuen!

Und hoch oben vom Apenninenkamm, wenn wir unsere Blicke über den Hafen und den Golf von Genua schweifen lassen, wenden wir uns dem Anderen zu, das jenseits des Ozeans vor sich hin schlummerte, und der Art des Kulturkontaktes zwischen diesen beiden Welten.

Die Wanderung (4-5 Std./Tag, Gepäck wird transportiert, individuelle Ruhepausen grundsätzlich möglich) folgt der Wasserscheide zwischen Adria und Ligurischem Meer, verläuft also auf dem Apenninengrat zwischen Ligurien und Piemont. Sie besticht durch ihre Ausblicke und die landschaftliche und botanische Vielseitigkeit. Unterbrochen wird sie durch Lektionen zum Thema, durch Picknick und gelegentliche Besichtigungen.

Dauer: Eine Woche
Ort: Uscio (2N), Torriglia, Piani di Creto, S. Maria della Vittoria, Masone, Olba S. Pietro
Unterkunft: In einfachen Mittelklasse-Hotels
Reise: Individuell. Anreise bis Genova-Nervi, Abreise ab Savona.
Preis: 

Mit Franz von Assisi durch den toskanischen Apennin

Wir folgen ein Stück weit dem eigenartigen, immer für eine Überraschung guten Bruder Franz, der im Mittelalter die Einheit der Kirche rettete und bis heute Menschen gleich welcher Konfession, ja Religion, erst zu fesseln und dann zu befreien vermag. Indem wir seine Wege gehen, ein historisches Umfeld schaffen und seine Worte hören, versuchen wir den Grund dieser Anziehungskraft, das Wesen seiner Ausstrahlung aufzuspüren.

Die Wanderung (4-6 Std. tägliche Wanderzeit, organisierter Gepäcktransport, Möglichkeit individueller Erholungspausen) führt uns durch dichte, von Mönchen benediktinischer Prägung aufgeforstete Wälder um Camaldoli über die bizarre Erosionslandschaft des Tiberquellgebiets in die heiter-liebliche, franziskanisch geprägte Hügellandschaft des Monte La Verna, dem Berg der geheimnisvollen Wundmale des Bruder Franz. So folgt auf die benediktinische Welt nach einem grossen Auf- und Umbruch die Öffnung der Franziskaner.

Dieser Kurs eignet sich auch als Vertiefung der Franziskus-Wanderungen in der Umgebung von Assisi.

Dauer: Eine Woche
Ort: Badia Prataglia (2N), Verghereto, Balze, Cerbaiolo, Caprese Michelangelo, Chiusi della Verna
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels und einmal im Kloster
Reise: Individuell. Anreise bis Arezzo, Rückreise ab Arezzo.
Preis:

Auf der Frankenstrasse von Berceto nach Lucca

Marmorberge bei Massa/Carrara - A5

Marmorberge bei Massa/Carrara

Eine Wanderung der Abwechslungen, der Szenenwechsel, der Horizontveränderungen erwartet uns: Reizvolle, bald byzantinisch-mittelalterlich bald barock geprägte Städtchen am Hang und im Talgrund der Magra, der mächtige Riegel der Apenninen, aber auch sanfte Hügellandschaften und flache Passagen um die einst mächtige römische Hafenstadt Luni, eine Bergetappe ob Massa mit Blick auf die Marmorfelsen und das Meer, ursprüngliche Wege durch Reben und Olivenhaine, Klöster und uralte Landkirchen abseits des grossen Verkehrs und kulturelle Höhepunkte wie Sarzana, Pontremoli, Camaiore und natürlich Lucca. Auf diesem Abschnitt der “Via Francigena” durchschreiten wir mit der Lunigiana ein Stück weniger breitgeschlagene Toskana, immer offen für versteckte

Tellaro

Tellaro

Schönheiten und verwunschene Gebiete. Spektakulärer Höhepunkt der Reise bilden wohl

Wanderung am und Schifffahrt im Golf der Dichter vor La Spezia und der Besuch der Insel Palmaria. Der rote Faden, der unsere Reise durchzieht, soll sich ums Thema „Aufbruch“ – in den verschiedensten Lesarten – drehen.

Die Wanderetappen dauern drei bis fünf Stunden, können aber individuell verkürzt werden. Das Gepäck wird wie immer transportiert, ein Kleinbus steht auch für Regentage zur Verfügung

Ort: Berceto, Pontremoli,  Aulla, Bocca di Magra (3N), Massa, Pietrasanta, Camaiore, Lucca
Unterkunft: In der Regel in Mittelklasse-Hotels
Reise: Individuell. Anreise bis Berceto, Rückreise ab Lucca.
Preis:

 

Michael, die Engelschöre und die klaren Wasser der Monti della Laga

Eine entschärfte Bergwanderung von Ascoli nach L’Aquila

Den Engeln nahe... Monti della Laga

Den Engeln nahe… Monti della Laga

Vom Strom der Zeiten ausgesondert und vergessen, führt uns das Massiv der Monti della Laga – zwischen Sibyllinen und Gran Sasso – in fremde, seltsam geschichtslose, naturdominierte Gegenden. Zwischen tiefen Wäldern, geheimnisvollen Wasserfällen, riesigen Schafherden, verborgenen Schluchten mit unzähligen Höhlen und wenigen wortkargen Bewohnern, am Rande der grossen Transhumanz-Bewegung zwischen den Abruzzen und Apulien tasten wir nach der Gestalt des himmlischen Streiters und Seelenverteidigers Michael, der sich in Monte Sant’Angelo im apulischen Gargano ein erstes Mal zeigte und schon bald in den Abruzzen heimisch wurde. In der heidnisch-christlichen Übergangszeit tauchte er als eine archetypische Figur der Verwandlung, des Neuen, des Eigentlichen in Höhlen, bei Quellen und Bächen, in der Gesellschaft von Einsiedlern und Hirten auf. Und wenn wir schon mal bei einem Engel sind, fragen wir uns nach dessen himmlischer Umgebung, nach den Chören des rätselhaften Dionysius, die von den liebesfunkelnden Seraphim angeführt werden. Eingerahmt und einmal unterbrochen wird unsere weltferne Wanderung durch das malerische Ascoli, den mächtigen Burgort Civitella und die düstere Bergstadt L’Aquila. Da wir die Gipfel umgehen, das Gepäck transportiert wird und ein Kleinbus zur Verfügung steht, halten sich die Anforderungen im Rahmen. 4-5stündige Tagestouren und max. 700-800m Höhendifferenz sind zu erwarten.

Dauer: 11 Tage
Ort: Ascoli (2N), Civitella del Tronto, Macchia da Sole, Paranesi, Ceppo, Padula, Paladini, Campotosto (2N), L’Aquila
Unterkunft: In einfachen und Mittelklasse- Hotels, einmal in Berghaus
Reise: Individuell. Anreise bis S. Benedetto del Tronto. Rückreise ab Rom
Preis: 

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Auf den Spuren Ignazio Silones / II

Eine Gebirgswanderung rund um das Fucino -Becken

Für alle Vino e pane-Wanderer die ersehnte Fortsetzung! In einer faszinierenden Bergwanderung rund um den ehemaligen Fucinosee, die uns in so charakteristische Orte wie Tagliacozzo, Pescasseroli, Scanno und ins römische Alba Fucens führen wird, widmen wir uns der Lektüre von Ignazio Silones „Samen unter dem Schnee“, um die Spuren Pietro Spinas wiederaufzunehmen, seinen Durchbruch nachzuvollziehen und uns mit der Frage nach der Realisierbarkeit christlicher Radikalansätze auseinanderzusetzen. Weite Bergrücken mit spektakulärer  Rundsicht, enge Täler, düstere Dörfer mit zerfurchten, misstrauischen, schwarz gekleideten Alten auf den Türschwellen, Hochtäler voller Pferde- Schaf- und Rinderherden, wortkarge Hirten, vereinzelte Wölfe und Adler, aber auch idyllische Seen, lebhafte Städte und viel eigentümliche romanische Kunst geben Zeugnis einerervielfältigen, originellen, immer wieder überraschenden Gegend.

Unsere Wanderung (4-6 Std. tägliche Wanderzeit) beginnt und endet in Tagliacozzo und führt erneut nach Pescina, in den Heimatort Silones, in dem der abruzzesische Dichter nach seinem Tod 1978 in Genf auch begraben liegt. Unser Gepäck wird transportiert, individuelle Ruhepausen und Verkürzungen sind gelegentlich möglich.

Dauer: 13 Tage
Ort: Tagliacozzo, Castellafiume, Capistrello, Villavallelonga, Pescasseroli (2N), Scanno (2N), S. Sebastiano, Gioia dei Marsi, Celano, Massa d’Albe, Tagliacozzo
Unterkunft: In Mittelklasse-Hotels, einmal in einer Jugendherberge
Reise: Individuell. Anreise bis Tagliacozzo, Rückreise ab Tagliacozzo.
Preis:

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Auf den Spuren Ignazio Silones / I

Vom Nationalpark des Gran Sasso zum Sirente -Massiv

???????Diese nicht allzu anstrengende, auch individuell problemlos verkürzbare Wanderung durch zwei der schönsten Berggebiete Italiens ist für Körper und Seele ein einzigartiger Genuss. Von den Hügeln im Hinterland Pescaras steigen wir in eine andere, fremd anmutende Welt: weite, geschlossene Hochebenen, kontrolliert von unwirklich scheinenden Burganlagen, durchzogen von den einstigen Fernstrassen des Schaf- und Hirtenverkehrs, geschmückt durch malerische Felsennester mit romanischen Kirchenkleinodien, durch längst verlassene Festungsorte, durch pittoreske Sommersitze von Hirten und Bauern, gelegentlich eingerahmt von tiefen Eichenwäldern und hin und wieder bepflanzt mit Korn, Linsen und Krokus zur Safranherstellung: das ist das „kleine Tibet Italiens“.

Unser Schwerpunkt liegt auf Ignazio Silones Roman „Wein und Brot“, der in dieser Gegend spielt, und den wir zusammen lesen wollen. Damit begeben wir uns auf die Suche nach dem Wesentlichen und der persönlichen Berufung. Zum Abschluss besuchen wir in Pescina das Grab dieses abruzzesischen Dichters, der 1978 in Genf gestorben ist.
Wie immer wird unser Gepäck befördert und persönliche Ruhepausen sind häufig einstreubar. Ein Ruhetag ist in Rocca di Mezzo vorgesehen.

Dauer: 12 Tage
Ort: Penne, Farindola, Castel del Monte, Roccacalascio, Barisciano, Caporciano, Fontecchio, Rocca di Mezzo (2N), Ovindoli, Celano, Pescina
Unterkunft: In Hotels unterschiedlicher Klassen
Reise: Individuell. Anreise bis Pescara, Rückreise ab Rom.
Preis

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